(Kiel) – Am Mittwoch Abend um 19:34 Uhr erreichten die Feuerwehr Kiel zeitgleich mehrere Notrufe aus der Freiligrathstraße. Gemeldet wurde ein Feuer im Dachbereich eines Mehrfamilienhauses.

Aufgrund der Meldungen wurden direkt beide Löschzüge der Berufsfeuerwehr sowie zwei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass es im Dachstuhl des Mehrfamilienhauses brannte. Das Feuer drohte auf die Nachbarhäuser überzugreifen. Über zwei Drehleitern wurden Löschangriffe von außen eingeleitet. Zusätzlich gingen Trupps über das Treppenhaus und ein Baugerüst vor. Es wurden bis zu 4 C-Rohre zeitgleich vorgenommen. Parallel zur Brandbekämpfung wurden ca. 40 Bewohner des Hauses ins Freie gebracht.

Wenige Stunden zuvor hatten Bauarbeiter an dem Dach gearbeitet. Ob das der Auslöser für das Feuer war, sei allerdings noch unklar, sagte ein Feuerwehrsprecher. Durch den Wind wurde der Brand immer wieder angefacht. Die Bewohner kamen alle bei Bekannten oder Verwandten unter.

Da der Hohlraum unmittelbar unter dem Dach mit einer Einblasdämmung aus Zellulose komplett ausgefüllt war, gestaltete sich die Brandbekämpfung äußerst langwierig. Innerhalb der Zellulosedämmung waren zahlreiche Glutnester, die durch die böigen Winde immer wieder angefacht wurden. Obwohl der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte, zogen sich die Nachlöscharbeiten aus den oben genannten Gründen nahezu durch die ganze Nacht.

Rund 120 Einsatzkräfte kämpften bis spät in die Nacht gegen die Flammen. Die Bewohner des betroffenen Hauses blieben unverletzt und kamen bei Angehörigen oder Bekannten unter. Ein Feuerwehrmann wurde bei den Nachlöscharbeiten leicht verletzt.
Während der Einsatzdauer wurden die Wachen der Berufsfeuerwehr durch weitere Löschzüge der Freiwillige Feuerwehr besetzt. So standen jederzeit Einsatzkräfte für Paralleleinsätze zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung der Polizeidirektion Kiel vom 27.09.2018 um 01:06 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 27.09.2018