(Esbjerg) – Zwar konnte die Polizei keine Beweise für Schusswaffengebrauch finden, aber dennoch war sie in der Nacht von Sonntag zum Montag in Esbjerg massiv präsent. Bei der Polizei ging am Sonntagabend eine Meldung über einen Schusswechsel im Ulvevej in Esbjerg ein.

Der Zwischenfall scheint mit einem schwelenden Konflikt zwischen rivalisierenden Banden in der Stadt in Verbindung zu stehen. Das berichtet die Syd- og Sønderjyllands Politi (Süd- und Südjütland Polizei) am heutigen Montag in einer Pressemitteilung. Die Polizei kündigte an, am Montag massiv präsent bleiben zu wollen, und sie fährt zusätzliche Patrouillen in der Region.

Die Polizei glaubt zu wissen, dass es am Sonntagabend zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen von jungen Männern kam, die in insgesamt drei Fahrzeugen unterwegs waren. Laut der Polizei wurde der „Lärm“ als Folge einer Kollision verursacht, aber es wurde kein Beweis gefunden, dass ein Schusswechsel, wie eingangs gemeldet, abgegeben wurde.

Die Polizei geht davon aus, dass es sich um einen Konflikt zwischen zwei Banden aus Kvaglund bzw. Stengårdsvej handelt. Dieser hat in der Vergangenheit bereits zu mehreren Zusammenstößen und Schießereien in und um Esbjerg geführt.

So wurden am 16. August 2018 mehrere Schüsse auf einen Pkw an der Ecke Hermodsvej und Jagtvej abgefeuert. Dabei wurden keine Personen getroffen. Eine Woche später konnte von der Polizei ein 24-jähriger Mann festgenommen und in U-Haft eingeliefert werden, dem ein Mordes zur Last gelegt wird. Er leugnet den Mord allerdings.

Es ist jedoch noch unklar, ob die angebliche Schießerei vom Sonntagabend etwas mit diesem Konflikt zu tun hat oder nicht. Nach der letzten Schießerei hatte die Polizei in einem großen Teil von Esbjerg bis zum 17. August 2018 eine Sicherheitszone eingerichtet, in der sie jede Person zu jeder Zeit überprüfen kann. Diese Maßnahme wurde seither mehrere Male verlängert und gilt derzeit noch bis zum 17. Oktober.

von

Günter Schwarz – 01.10.2018