(Brunsbüttel) – Bei einer so genannten MARPOL-Kontrolle haben Beamte des Wasserschutzpolizeireviers Brunsbüttel festgestellt, dass ein Schiff seine ungeklärten Abwässer offenbar in deutsche Hoheitsgewässer ableitete. Eine Anzeige und eine Sicherheitsleistung waren die Konsequenz.

Um 10“15 Uhr überprüften die Beamten das portugiesische Massengutschiff „Paganini“, Heimathafen Madeira, im Elbehafen. Dabei stellten sie fest, dass die Abwasseraufbereitungsanlage offenbar schon seit längerer Zeit keiner Wartung unterlag.

Das Abwasser kurz vor der Außenbordspumpe wies eine starke Trübung und einen starken, fäkalen Geruch auf. Weiterhin war das falsche Desinfektionsmittel in Benutzung und die Klärschlammrückfuhrleitung verstopft. Infolge dieser Mängel dürfte das Schiff auf seiner letzten Reise etwa 950 Liter ungeklärte Abwässer ins deutsche Hoheitsgebiet eingeleitet haben.

Nach Sachvortrag legte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie eine Sicherheitsleistung von 800 Euro gegen den Leitenden Ingenieur fest. Er wird sich wegen des Verstoßes gegen die Seeumweltverhaltensordnung verantworten müssen.

Kleinere Mängel in der Dokumentation im Öltagebuch und im Ballastwassertagebuch führten zudem zu einem Verwarngeld in Höhe von insgesamt 70 Euro.

Quelle: Pressemitteilung der Polizeidirektion Itzehoe vom 05.10.2018 um 11:26 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 05.10.2018