(København) – In einem Telefongespräch mit dem dänischen Außenminister Anders Samuelsen (Liberal Alliance) hat der Iran angeboten, bei den Ermittlungen und der Untersuchung eines möglichen Angriffsplans auf dänischem Boden in Ringsted zu helfen.

In einem Telefongespräch hat der Iran angeboten, die Untersuchung eines möglichen Terrorangriffs auf dänischem Boden zu unterstützen. Aus dem Iran wird jedoch immer noch behauptet, dass die Behauptungen, dass iranische Geheimdienste einen Angriff in Dänemark geplant hätten „unbegründet“sind. Das schreibt die iranische Nachrichtenagentur ISNA nach Angaben der dpa.

Am Dienstag deckte der Politiets Efterretningstjeneste (PET / Polizei Nachrichtendienst) Hinweise darauf auf, dass eine „ungewöhnliche Aktion“ am Freitag, dem 28. September 2018, durchgeführt werden sollte. Daraufhin wurden mehrere große Brücken blockiert, und die Fährverbindungen von und nach der Insel Sjælland (Seeland) wurden unterbrochen und selbst die Züge standen still.

Laut PET gab es eine Bedrohung durch einen iranischen Geheimdienst gegen in Ringsted lebende Iraner. Dänemark rief seinen Botschafter aus dem Iran zurück.

An dieser Bedrohung sei jedoch nichts dran, wiederholte der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif am Samstag in einem Telefongespräch mit dem dänischen Außenminister Anders Samuelsen (LA). „Der Iran sei bereit, bei der Untersuchung des Falles mit den dänischen Sicherheitsbehörden zusammenzuarbeiten“, sagte er. Er wies auch darauf hin, dass es für den Iran wichtig ist, die Umstände zu klären, die einer Verschwörung zugrunde liegen.

Die Nachrichtenagentur Ritzau hat vergeblich versucht, Anders Samuelsen nach dem Anruf zu befragen.

von

Günter Schwarz – 04.11.2018