(Rønne) – Die Entscheidung des dänischen Energieverlegeungsunternehmens Energiforligskredsen, dass ein Windturbinenpark bei Kriegers Flak in der Ostsee errichtet werden soll, löst Begeisterung bei der Rønne Havn A/S aus. „Das klingt eindeutig gut in unseren Ohren“, sagt Thomas Bendtsen, Geschäftsführer von der Rønne Havn A/S.

Der Enthusiasmus betrifft die Entscheidung, dass ein zukünftiger Offshore-Windpark bei Kriegers Flak entweder einen vor der Ostküste Sjællands (Seelands) oder in der Nordsee vor Ringkøbing ersetzen soll, der dann abgerissen werden soll. Somit wurden jetzt vier potenzielle Standorte für einen Offshore-Windpark auf zwei verringert – und einer davon in der Ostsee.

„Wir haben den Hafen gerade erweitert, um mit dem damit verbundenen schweren Projektmaterial für den Offshore-Windmarkt umgehen zu können. Die Nordsee war in diesem Markt lange der Impulsgeber der Offshore-Energie, aber jetzt ist es an der Zeit, den östlichen Teil Dänemarks im Offshore-Windgebiet zu erschließen, so dass auch Geschäftsaktivitäten und Beschäftigungseffekte geografisch über das ganze Land verteilt werden können“, erklärt der Geschäftsführer von Rønne Havn A/S zum Standort Kriegers Flak, denn das bedeutet zusätzliche gute Nachrichten für die Hafengesellschaft.

„Siemens Gamesa hat uns bereits als Starthafen ausgewählt, um den erste Teil des Baus von Kriegers Flak im Jahr 2020 zu beginnen. Dieser Park wird 600 Megawatt erzeugen und die Windkraftanlagen werden von Rønne Havn aus verschifft“, sagt Thomas Bendtsen.

Der Windmühlenpark ist einer von insgesamt drei versprochenen Offshore-Windparks, die ab 2030 infolge des Energievertrags ab Juni errichtet werden. Zuerst wurden vier mögliche Standorte vom Ingenieurunternehmen Cowi ausgewählt.

Jeder der drei Offshore-Windparks wird nach dem vollständigen Ausbau mindestens 800 Megawatt erzeugen, was nach Angaben des Wirtschaftsministeriums etwa 800.000 dänische Haushalte mit Strom versorgen kann.

von

Günter Schwarz – 19.12.2018