(Marrakesch) – Am Samstag wurde eine weitere Person verhaftet, in Marokko zwei skandinavische Freundinnen getötet zu haben.

Ein Schweizer wurde am Samstag in Marrakesch in Marokko im Zusammenhang mit der Untersuchung der Ermordung von zwei weiblichen Touristinnen aus Dänemark und Norwegen festgenommen. Es schreibt die marokkanischen Medien TelQuel.

Die Dänin Louise Vesterager Jespersen, die ursprünglich aus Ikast stammte, und ihre Freundin Maren Ueland aus Norwegen wurden während einer Übernachtung in ihrem Zelt bei einer Wanderung im Atlasgebirge in Marokko getötet. Sie wurden am 17. Dezember in der Nähe des Dorfes Imlil tot aufgefunden.

Bei einer ersten Verhaftung wurden insgesamt 20 Personen festgenommen, die im Verdacht stehen, in den Fall verwickelt zu sein. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP soll der Schweizer einige der anderen festgenommenen Schießübungen gegeben und den Gebrauch von Kommunikationsmitteln gelehrt haben – einschließlich „neuer Technologie“. Dies geht aus einer Erklärung der Staatsanwaltschaft in Marokko hervor.

Darüber hinaus habe sich der Mann einer „extremistischen Ideologie“ angeschlossen, heißt es in der Stellungnahme der Staatsanwaltschaft. Er lebt in Marokko, besitzt aber neben der Schweizer Staatsbürgerschaft auch die spanische Staatsbürgerschaft.

Die marokkanischen Behörden haben zuvor erklärt, dass der Mordfall aus dem Atlas-Gebirge als terroristische Tat betrachtet wird. Eine Woche vor den Tötungen von Louise Vesterager veröffentlichten Jespersen und Maren Ueland schworen vier der Verhafteten auf im Internet veröffentlichten Videos, dem Islamischen Staat iihre Treue.

Die Polizei in Marokko geht jedoch nicht davon aus, dass die Führung des Islamischen Staates an der Planung der Tötungen der beiden Touristinnen beteiligt war.

von

Günter Schwarz – 30.12.2018