Die Staatsangehörigkeit in Dänemark wird am 15. Januar 1776 durch den von 1766 bis 1808 regierenden König, Kong Christian VII., gesetzlich eingeführt. Nur im Land Geborene, d. h. Dänen, Norweger, Schleswiger und Holsteiner, können die dänische Staatsbürgerschaft zuerkannt bekommen.

Die Staatsbürgerschaft bietet eine Vielzahl von Rechten und Pflichten nach nationalem Recht und internationalen Übereinkommen. In Dänemark wird dieses heute als dänische Nationalität bezeichnet.

Zu den Bürgerrechten zählen insbesondere das Wahlrecht, die Berechtigung, das Recht auf Aufenthalt im Land und der Schutz gegen die Auslieferung in andere Länder sowie die Möglichkeit, als Beamter angestellt zu werden. Darüber hinaus gewährt die Staatsbürgerschaft das Recht auf Unterstützung durch entsandte diplomatische Vertretungen wie Botschaften und Konsulate im Ausland.

In Dänemark ist die doppelte Staatsbürgerschaft derzeit für Erwachsene nicht zulässig, es sei denn, die ausländische Staatsbürger wurden im Ausland geboren. Am 18. Dezember 2014 wurde ein neues Gesetz eingeführt, das es den in Dänemark lebenden dänischen Staatsbürgern ermöglicht, die ausländische Staatsbürgerschaft zu beantragen, sowie in Dammark ansässige Ausländer die dänische Staatsbürgerschaft, ohne ihre ursprüngliche Staatsbürgerschaft aufzugeben. Das Gesetz trat am 1. September 2015 in Kraft.

Etwa die Hälfte aller anderen Länder lässt die doppelte Staatsbürgerschaft zu, für Ausländer in Dänemark ist es jedoch immer noch nicht möglich, die dänische Staatsbürgerschaft aufrechtzuerhalten, wenn sie die Staatsbürgerschaft eines anderen Landes wünschen.

von

Günter Schwarz – 15.01.2019