Die einstige Solotänzerin des Det Kongelige Teaters, Vivi Flindt, erblickt als geborene Vivi Gelker am 22. Februar 1943 in København das Licht der Welt.

Vivi Flindt ist eine dänische Ballettänzerin, die in den 1960er und 1970er Jahren eine der großen Ballerinen des königlichen Balletts am Det Konlige Teater in København war. Vivi Flindt ist die Tochter des Soloflötisten Ellton Groth Gelker und Else Margrethe Freundlich. Im Jahr 1951 wurde sie in der Det Kongelige Teaters Balletskole aufgenommen, und nach ihrem Abschluss wurde sie 1961 am Kongeligen Teater als Tänzerin eingestellt und 1967 zur Solotänzerin ernannt.

Als gelernte und in klassischem Ballett an der Bournonvilleskolen ausgebildete Tänzerin tanzte sie unter anderem Parteien wie „Birthe i Et Folkesagn“ (Birthe in einer Volkssage), „Rosita in Fernt fra Danmark“ (Rosita in Fern von Dänemark), „Louise i Livjægerne på Amager” (Louise in Lebensjäger auf Amager), „Snedronningen i Nøddeknækkeren“ (Schneekönigin im Nussknacker) und „Svanilda i Coppelia“ (Svanilda in Coppelia).

Es waren jedoch nicht diese Rollen, die sie berühmt machten, sondern das moderne Repertoire, das sie repräsemtierte. Hier hatte sie großen Erfolg in Balletten wie „Aureole“ von Paul Taylor, in dem sie 1968 zum ersten Mal Ballett auf nackten Zehen tanzte. Weiterhin tanzte sie „Columbine in Pierrot Lunaire“ von Glen Tetley, die Titelpartie von „Frøken Julie“ (Fräulin Julie) von Birgit Cullberg und die „Desdemona in Morens Pavane“ von José Limón.

Ihr Ehemann, Flemming Flindt, choreographierte eine Reihe von Werken für sie, die sie triumphal tanzte. Es waren z. B. Parteien wie „Mylady“ in den „De Tre Musketerer“ (Die Drei Musketiere), das junge Mädchen im „Den Forunderlige Mandarin“ (Der wunderbare Mandarin), die Braut im „Den Unge Mand Skal Giftes“ (Der jungen Mann soll heirateten) und die große Partei im „Dødens Triumf“ (Triumph des Todes).

1978 verließ sie zusammen mit ihrem damaligen Mann Flemming Flindt das Theater und war unter anderem einige Jahre für das Ballett in Dallas tätig. In den Jahren 1982-89 leitete sie die Ballettschule der Dallas Ballet Academy. Sie war auch Mitglied der Truppe von „Rudolf Nureyev and Friends“. Mit dieser Gruppe tourte sie einige Jahre und tanzte u. a. „Pierrot Lunaire“ zusammen mit Rudolf Nureyev.

In den Jahren 1994-96 kam sie wieder zurück an Det Kongelige Teater in København, wo sie als Dozentin und Lehrerin den Ballettnachwuchs ausbildete. Hier gab sie 1995 ihren Abschied mit dem Tanz im Ballett „Dødens Triumf“ .

1992 erschien sie in der Veröffentlichung des Buches mit begleitendem Video der „Bournonville Ballet Technique“ über die Technik von August Bournonville.

Vivi Flindt heiratete am 28. Januar 1970 den Ballettmeister und Choreographen Flemming Flindt. Sie hatte eine Tochter, Tina ( * 1964), aus einer früheren Ehe. In ihrer Ehe mit Flemming Flindt bekam das Paar zwei Töchter: Bernadette (* 1970) und Vanessa (* 1974). Die Ehe wurde 1995 geschieden.

von

Günter Schwarz – 22.02.2019