(Marne) – Am Rosenmontag erwacht das ansonsten eher beschauliche Marne wie jedes Jahr zur Hochburg des Karnevals. Neben Schneewittchen und Superman wird natürlich auch die echte Polizei im Getümmel anzutreffen sein.

Mit leichten Modifizierungen halten die Einsatzkräfte auch 2019 an dem erfolgreichen Einsatzkonzept der letzten Jahre fest. Drei Zielgruppen liegen im Fokus der Beamten: betrunkene Kinder und Jugendliche, alkoholisierte Heranwachsende ab 18 Jahren und Verkehrsteilnehmer aller Art.

Bereits im Vorwege hat die Polizei Briefe mit Informationen, Tipps und Hinweisen rund um die Veranstaltung an die umliegenden weiterführenden Schulen versandt. Die Beamten erhoffen sich dadurch, dass das Thema des übermäßigen Alkoholgenusses und des Drogenkonsums in Bezug auf die Veranstaltung von den Lehrern thematisch im Unterricht aufgegriffen wird.

Die Polizei setzt auf starke Präsenz von uniformierten und Zivilkleidung tragenden Einsatzkräften, welche die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen überwachen und bei Bedarf offensiv einschreiten. Die Beamten werden sich im Marner Stadtgebiet und in den Supermärkten aufhalten, um die Abgabe von alkoholischen Getränken zu überwachen.

Folgende Vorschriften gelten:

  • Verzehr von Bier und Wein ab 16 Jahren
  • Verzehr von Hochprozentigem und sogenannten Alcopops ab 18 Jahren
  • Personen über 18 Jahren dürfen keinen Alkohol für Kinder und Jugendliche erwerben
  • oder an sie abgeben
  • Rauchen in der Öffentlichkeit ab 18 Jahren Aufenthalt in Gaststätten, Discos und Veranstaltungszelten für 16- bis 18-Jährige bis Mitternacht, es sei denn sie sind in Begleitung einer erziehungsberechtigten Person
  • jeglicher Konsum von Drogen/Betäubungsmitteln ist verboten.

Alkoholisierte Kinder und Jugendliche werden zum eigenen Schutz in polizeilichen Gewahrsam genommen. Dann erfolgt die Information der Eltern zwecks Abholung ihres Juniors von der Polizeistation in Marne. Ist ein Abholen nicht möglich, bringt die Polizei den Betroffenen kostenpflichtig nach Hause. Wenn dort niemand anwesend ist, wird das Jugendamt eingeschaltet und übernimmt die Ausnüchterung unter Aufsicht in einem Heim oder im Krankenhaus. Die Kosten für diese Maßnahme tragen die Erziehungsberechtigten.

Insbesondere nach dem Umzug wird die Polizei bei niedriger Einschreitschwelle präsent sein. Die speziell geschulten Interventionsteams streifen an erkannten Brennpunkten wie der Kirche und den dortigen Festzelten und verstärken die Nachtstreifen aus Marne und Brunsbüttel. Die Teams greifen sofort ein, wenn sich körperliche Auseinandersetzungen anbahnen, um Straftaten und schwere Verletzungen zu verhindern. Randalierer, die sich den Anordnungen der Polizei widersetzen und aggressiv und uneinsichtig sind, müssen damit rechnen, die Nacht in einer Gewahrsamszelle des Polizeireviers Brunsbüttel zu verbringen. Die dabei entstehenden Kosten in Höhe von rund 250 Euro hat der Verursacher zu tragen.

Am Veranstaltungstag erfolgt eine konsequente Ahndung von Parkverstößen, um den reibungslosen Ablauf des Umzuges und eine möglichst geringe Beeinträchtigung des öffentlichen Straßenverkehrs zu gewährleisen, insbesondere auf der Bundesstraße 5. Am Tage und in der Nacht finden schwerpunktmäßig in und um Marne Verkehrskontrollen statt.

Rosenmontagsfeiernde sollten sich organisieren, Fahrgemeinschaften bilden oder sich bringen und abholen lassen. In den Festzelten enden die Veranstaltungen um 01.00 Uhr. Wer länger feiern will, sollte bereits im Vorwege eine Eintrittskarte für die gewünschte Lokalität erwerben. Denn erfahrungsgemäß sind die Anschlussveranstaltungen zu später Stunde häufig ausverkauft, was sich in der Vergangenheit mitunter als konfliktträchtig erwiesen hat.

Ziel der polizeilichen Maßnahmen ist es, den Karnevalisten einen friedlichen und schadlosen Rosenmontag in Marne zu bescheren! Viel Vergnügen!

Quelle: Pressemitteilung der Polizeidirektion Itzehoe vom 01.03.2019 um 08:00 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von Günter Schwarz – 01.03.2019