Die Landschaft verändert sich ständig, und manchmal entstehen neue Inseln, die schnell von Pflanzen und Vögeln erobert werden. Ihre Größe ist zwar bescheiden, aber Dänemark hat in den letzten drei Jahren elf neue Inseln hinzubekommen.

Fünf der neuen kleinen Inseln sind im Nissum Fjord etwa 20 km westlich von Holstebro und 20 km nördlich von Ringkøbing an der westjütländischen Nordseeküste entstanden, während sechs Inseln in Sækkesand nördlich von Møn registriert wurden, gibt das Miljø- og Fødevareministeriet (Ministerium für Umwelt und Ernährung) bekannt.

„Ich denke, dass es nur wenige Dänen daran denken, dass Dänemark sich jeden Tag verändert. Einige Küsten verschwinden, anderswo entsteht neues Land. Ich freue mich, dass sich die neuen Inseln im Sækkesand aktiv in unsere Natur einbinden und Vögel neue Zufluchtsorte bieten, in denen sie ihre Jungen aufziehen können, und wo Füchse und andere Raubtiere nur schwer die Vögel im Brutgeschäft stören“, sagt der Minister für Umwelt und Ernährung Jakob Ellemann-Jensen (Venstre / Rechtsliberale Partei) in einer Pressemitteilung.

Die neuen Inseln im Nissum Fjord haben eine Gesamtfläche von 0,6 Hektar – die kleinste von ihnen ist lediglich 386 Quadratmeter groß oder klein. Die sechs Inseln bei Møn sind mit einer Gesamtfläche von insgesamt etwas mehr als 63 Hektar etwas größer.

„Es ist faszinierend, dass ständig neue Inseln entstehen und andere aus unserem kleinen Land verschwinden. Die Registrierung von elf Inseln in drei Jahren ist zahlreich, und es ist sinnvoll, dass wir uns – wie die Inseln in Sackesand – zu einem Vogelschutzgebiet entwickeln können“, sagt Jakob Ellemann-Jensen.

Nach Angaben des Ministeriums sind die Inseln Teil einer natürlichen Dynamik, wenn das Land sich hebt oder senkt. Tatsächlich gibt es auch Inseln, die von der Karte verschwinden. Dies gilt beispielsweise für die Kolling Ø im Nissum Fjord, die sich jetzt unter der Wasseroberfläche befindet.

Das Eigentum der neu entstehenden Inseln fällt automatisch dem Staat zu.

In Kürze über Dänemarks neue Inseln

  • In Dänemark wurden seit 1990 mindestens 138 neue Inseln registriert.
  • Eine Insel wird dadurch definiert, dass man um sie herum mit einem Boot fahren kann – ob bei Ebbe oder Flut. Als Faustregel gilt jedoch, dass die Insel von mehr als 50 Zentimeter tiefes Wasser umgeben sein muss.
  • Die 11 neuen Inseln sind Teil einer natürlichen Dynamik in der Landschaft. Wenn sich die Inseln als dauerhaft erweisen und nicht bei Flut verschwinden, können Pflanzen auf der Insel wachsen, nachdem sie sich durch Samen mit dem Wind ausgebreitet haben oder über in den Federn der Vögel gesteckt haben. Die Naturstyrelsen (Naturschutzbehörde) sorgt dann für die Registrierung des Eigentums an den neuen Inseln.
  • Während neue Inseln entstehen, wenn sich die Landschaft hebt und senkt, ändern sich andere und verschwinden sogar ganz. Brakø, das sich im Horsens Fjord befindet, ist inzwischen zu einer Halbinsel geworden, da die einstige Insel mit der Küste von Stensballe zusammengewachsen ist.

Quelle: Ministerium für Umwelt und Ernährung.

von

Günter Schwarz – 06.03.2019