(Svendborg) – Zwei junge Männer sollen für den Einsatz eines Rettungshubschraubers zahlen, der ausgeschickt wurde, um einen der beiden Männer zu retten, weil er freiwillig aus „Spaß“ von der Storebæltsbroen (Große Belt Brücke) ins Wasser gesprungen war.

Großalarm war ausgelöst worden, als ein 23-jähriger Mann im September letzten Jahres von der Storebæltsbroen aus in den Storebælt (Großen Belt) sprang. Sowohl der Brückenwächter als auch mehrere Kraftfahrer hatten die Polizei kontaktiert, die unter anderem sofort einen Rettungshubschrauber losschickte, um den jungen Mann zu retten.

Der Einsatz des Hubschrauberss stellte sich jedoch als unbegründet heraus, denn der 23-jährige Mann trug eine Badehose, als er von der der fynsk (fünishen) Seite aus hinauf auf die Storebæltsbroen ging. Er machte es aus einem Spaß heraus und schwamm sogar an Land, während sein 27-jähriger Freund es filmte.

Dieser Spaß hat den beiden nun eine Gesamtstrafe von 66.891 Kronen (8.961 Euro) eingebracht, wie des Gericht von Svendborg auf seiner Website schreibt.

Die beiden Verurteilten hatten sich auf dem Weg von Fyn (Fünen) nach Sjælland (Seeland) befunden und hielten mit ihrem Fahrzeug vor der Storebæltsbroen. Der 23-jährige Angeklagte zog sich eine Badehose an und ging über die Standspur in Richtung Sjælland den flachen Teil der Brücke hinauf.

Nachdems er ein Stück die Brücke hinaufgegangen war, kletterte er über das Geländer, stellte sich mit dem Rücken zur Brücke und sprang von dort aus hinab in den Storebælt. Im Wasser angekommen, schwamm er dann zurück an Land. Der zweite Angeklagte filmte den Sprung nach seiner eigenen Aussage.

Der Brückenwächter und mehrere Autofahrer hatten die Polizei bereits darauf aufmerksam gemacht, dass sich zwei Personen auf dem flacheren Brückenteil befanden und eine von ihnen über das Geländer geklettert war. Die Polizei löste daraufhin eine Rettungsaktion aus, bei der unter anderem auch ein Rettungshubschrauber angefordert wurde.

Kurz nachdem der Brückenspringer wieder an Land war, wurde der Hubshrauber von der Polizei kontaktiert und darüber informiert, dass die Rettungsaktion abgebrochen werden konnte.

Beide Angeklagten bestätigten den Sprung von der Brücke ins Wasser, aber sie lehnten es jedoch ab anzuerkennen, das Hilfe bemüht und gar eine Rettungsaktion eingeleitet werden musste.

Der 23-jährige Springer wurde nach Paragraph 135 des dänischen Strafgesetzbuchs zu einer Geldstrafe von 5.000 Kronen (670 Euro) verurteilt, während sein Begleiter eine Geldstrafe von 2.500 Kronen (335 Euro) erhielt, Darüber hinaus müssen die beiden Männer laut Urteil auch den Rettungshubschraubereinsatz bezahlen, der mit 59.391 Kronen (7,957 Euro) berechnet wird.

von

Günter Schwarz – 03.04.2019