(Kiel) – Immer wieder kommt es zu polizeilichen Einsätzen, weil bei Silvesterfeiern, Hochzeiten oder anderen Anlässen Waffen wie Schreckschusspistolen abgefeuert, mitgeführt oder offensiv zur Schau gestellt werden.

So meldete sich zum Beispiel eine besorgte Verkehrsteilnehmerin vergangenen Samstag, den 13.04.2019, gegen 16:00 Uhr bei der Einsatzleitstelle der Polizei, weil sie bei einem Teilnehmer eines Hochzeitskorsos auf dem Ostring eine Handfeuerwaffe gesehen habe. Der gesamte Korso wurde durch Beamte des 4. PR Kiel angehalten und das fragliche Fahrzeug wurde kontrolliert. Eine Schreckschusswaffe wurde aufgefunden und beschlagnahmt.

Während der Kontrolle drohte die Situation zu eskalieren, da einige der bis zu 100 Hochzeitsgäste zum Teil massiv auf die eingesetzten Polizisten einwirkten. Erst durch den Einsatz von neun Streifenwagen und dem beschwichtigenden Handeln von einzelnen Gästen konnte die Situation beruhigt werden. Nach dem Abschluss der Maßnahmen konnten der Korso die Fahrt fortsetzten. Ein Strafverfahren wegen des unerlaubten Führens einer Schusswaffe wurde eingeleitet.

Dieses Ereignis zum Anlass nehmend ergeht der eindringliche Hinweis der Polizei, dass Waffen, gleich weder Art, nichts auf Volksfesten, privaten Feierlichkeiten, im Straßenverkehr und generell im öffentlichen Raum zu suchen haben! Nicht zum vermeintlichen Selbstschutz und auch nicht als Feuerwerksersatz.

Neben möglichen strafrechtlichen Verstößen werden Unbeteiligte durch ein derartiges Verhalten gefährdet. Hinweise auf solche Umstände führen unweigerlich zu konsequentem und entschiedenem Einschreiten der Polizei! Die Konsequenzen treffen dann auch die unbescholtene Mehrheit einer Festgesellschaft und eigentlich unnötige Einschränkungen und Verzögerungen sind die Folgen.

Quelle: Pressemitteilung der Polizeidirektion Kiel vom 18.04.2019 um 10:48 Uhr

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überarbeitet und veröffentlicht von Günter Schwarz – 18.04.2019