Was die Urlauber freut und geradezu in Begeisterung versetzt, das schöne sonnige Wetter, bereitet den Landwirten arges Kopfzerbrechen, denn der überaus trockene April macht den Bauern viel zusätzliche Arbeit. Sie müssen ihre Ernte bewässern, um sie am Leben zu erhalten.

In diesem April sind in Dänemark durchschnittlich nur nur 2,5 Millimeter Regen gefallen. Es ist weniger als ein Zwanzigstel dessen, was normalerweise in dem Monat fällt. Und diese Apriltrockenheit fordert den Bauern Überstunden ab.

„An diesen Osterfeiertagen können wir uns vor lauter Arbeit kaum retten“, sagt Rasmus Hunniche, der für einen Bauern in Vester Hæsinge arbeitet.

In Jylland (Jütland) sind die Bauern am stärksten von der Dürre betroffen, aber inzwischen hat die Dürre begonnen, sich auch über das südwestliche Fyn (Fünen) zu bewegen. Und deshalb sind nun Bewässerungsmaschinen auf Feldern in Vester Hæsinge in der Faaborg Midtfyn Kommune eingetroffen.

„Es ist wahrlich kein Wunschjob, Wasser für die Felder holen zu müssen. Wir hätten es lieber, wenn das Wasser von oben kommt“, sagt Rasmus Hunniche.

Die Dürre traf viele Landwirte schon im letzten Jahr. Besonders die Landwirte, die Getreide für Futtermittel anbauen, leiden unter der Trockenheit. Aus diesem Grund haben mehrere Landwirte in diesem Jahr ihre Kühe schon früh auf die Weide geschickt. Sie taten es einfach, weil Sie sonst Gefahr laufen, das Futter zu verlieren.

Rasmus Hunniche und Jesper Ellegaard in Vester Hæsinge versuchen, dagegen an zu gehen, damit die Dürre sie nicht zu hart trifft. „Mit dem trockenen Sommer, den wir letztes Jahr hatten und wie es in diesem Jahr wieder beginnt, ist es für uns wichtig, dass wir genügend Wasser für unsere Ernte haben, damit sie ausreifen kann“, sagt Rasmus Hunniche.

„Und es ist wichtig, früh draußen zu sein“, fügt Jesper Ellegard hinzu: „In ein paar Wochen ist es hier ziemlich trocken und dann…? Ja, das Rennen ist noch nicht gelaufen, aber es ist schön, mit dabei zu sein“, lästert Jesper Ellegaard

Es sind vor allem Zwiebeln und Kartoffeln, auf die sich die beiden Landwirte konzentrieren, denn diese Erdfrüchte werden zum größten Teil auf ihren Höfen angebaut, aber auch der Winterweizen braucht Wasser. „Unsere Pflanzen müssen die bestmöglichen Wachstumsbedingungen bekommen“, schließt Rasmus Hunniche.

Die Bauern haben die ungewöhnliche Dürre des vergangenen Jahres nicht vergessen. Aufgrund der Hitze im April fangen sie bereits an, ihre Pflanzen zu bewässern.

von

Günter Schwarz – 22.04.2019