Die kleinen dänischen Inseln erhalten jetzt eine „helfende Hand“ von einer breiten Mehrheit im Folketing. Zusätzliche 5,3 Millionen Kronen (710 Tsd. Euro) pro Jahr wurden vereinbart, die zu ermäßigten Preisen für Passagierfährtickets führen sollen. So bekommen Kommunen mit nichtstaatlichen Fährverbindungen die Möglichkeit, die Fährpreise für Passagiere zu senken.

„Es ist wichtig, das Wachstum und die Entwicklung auf den Inseln aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig wird den kleinen dänischen Inseln mehr Freiheit eingeräumt, wenn sie das Subventionssystem zu niedrigen Preisen nutzen“, sagt Finanzminister und Innenminister Simon Emil Ammitzbøll-Bille (Liberal Alliance) in einer Pressemitteilung.

Das zusätzliche Geld soll sicherstellen, dass eine Reihe von Kommunen, die sonst aufgrund von veränderten Passagierzahlen weniger Zuschüsse erhalten würden, entschädigt werden.

Kommunen mit kleinen Inseln müssen in Zukunft entscheiden, wann sie den Zuschuss innerhalb eines Zeitraums von insgesamt 46 Wochen eines Jahres in Anspruch nehmen werden. So könnten beispielsweise die 18 Kommunen mit kleinen Inseln in den Sommerferien die Preise senken. Dieses war bisher nicht möglich.

„Für einige Inseln kann es durchaus sinnvoll sein, die Tickets in der Nebensaison günstiger zu machen, um mehr Besucher anzulocken. Für andere wiederum mag es sinnvoller sein, die Fahrkarten in den Sommerferien günstiger zu machen“, so der Minister.

Deutlich mehr Passagiere reisen beispielsweise nach Læsø und Samsø, nachdem das Folketinget im Jahr 2016 den Zuschuss erstmals bewilligt hat, und seitdem das Geld für den Preis der Fährtickets in den Monaten vor der Hochsaison vorgesehen ist.

Man nennt es das Straßenprinzip, das heißt, dass die Fährüberfahrt das gleiche kosten soll, was es kostet, die entsprechende Strecke mit dem Auto zu fahren.

von

Günter Schwarz – 25.04.2019