Der Schauspieler Olaf Ussing, der für seine obskuren Rollen bekannt geworden ist und für die er ein sicheres Gespür entwickelte, erblickt am 28. April 1907 als Olaf Conrad Ussing in Frederiksberg das Licht der Welt.

Er wurde an der Schauspielschule von Svend Methling im Komediehuset (Kommödienhaus) ausgebildet und debütierte 1929 als Søren Torp in den „Genuesen“. In den Jahren 1931 bis 1936 war er zeitweise am Odense Teater und am Aarhus Teater, mit denen er teilweise auf Tourneen war.

Ab 1936 war København sein fester Ausgangspunkt. In den Jahren 1950 bis 1966 war er am Det Ny Teater und ab 1966 am Det Kongelige Teater engagiert.

Schon früh feierte Ussing große Erfolge in Rollen als ältere Männer, aber seine großartigste Zeit als Schauspieler erlebte Olaf Ussing bei Peer Gregaard, zuerst am Ny Teater und dann am Det Kongelige Teater, wofür er 1955 den Theaterpokal erhielt.

Olaf Ussing veröffentlichte das Erinnerungsbuch „Jeg vidste uden at vide“ (Ich wusste ohne zu wissen). Privat war er ein großartiger Gastronom und schrieb sogar ein Kochbuch, das den Titel „Lad os gå i køkkenet og slappe af“ (Lass uns in die Küche gehen und entspannen) trägt.

Olaf Ussing verstarb am 04. Januar 1990 wenige Tage nach der Premiere von der fünfaktigen Komödie in Versen des französischen Dichters Molière „Tartuffe“ (Originaltitel: „Tartuffe ou L’Imposteur“) im Betty Nansen Teatret, wo es ihm nur wenige Male gelang, den großen Monolog als trotzigen Herrn Loyal zu spielen.. Er wurde in seinem Geburtsort auf Frederiksbergs ældre Kirkegård beigesetzt.

von

Günter Schwarz – 28.04.2019