(Bornholm) – Für die bevorstehenden Parlamentswahlen stehen neue Parteien auf dem Stimmzettel, und dieses wird dazu beitragen, die Wahl zu beeinflussen, meinen politische Kommentatoren.

In die Wahlurnen für die bevorstehenden Parlamentswahlen zum Folketing werden mehrere neue Parteien um das Kreuz auf dem Stimmzettel buhlen. Vor kurzem hat die Partei „Ny Borgerlige“ mit Klaus Riskær Pedersen an der Spitze und „Stram Kurs“ mit Rasmus Paludan ihre Wähleraussagen genehmigt und ist bereit für einen Wahlkampf.

„In Dänemark ist es so neu, dass wir ganz rechtsaußen zwei Parteien haben. Dies wird sich definitiv auf den Wahlkampf auswirken“, sagt Knud Andersen, politischer Kommentator.

Laut Knud Andersen wird der Wahlkampf mehr zeigen. „Es wird zeigen, dass es vielleicht mehr gibt, als wir glauben, die mit Rasmus Paludans „Stram Kurs“ einverstanden ist.

Auf der Straße in Rønne auf Bornholm wurde „Stram Kurs“ und Paludan am Montagmorgen jedoch nicht sofort unterstützt. „Ich bin gegen alles, wofür er steht“, sagt Emil Wagner Gehlert. „Es ist nicht meine Partei, aber es muss Platz für alle geben“, meint dagegen Mogens Grønbech. „ Paludan hat solche extremen Meinungen. Es ist nichts für mich“, sagt Bodil Loland.

Die neuen Parteien und insbesondere der Paludan-Stram-Kurs werden dazu beitragen, die Debatte im Wahlkampf mehr auf Einwanderer in den Mittelpunkt zu rücken.

„Es wird ein Wahlkampf ganz nach Paludans Sinn werden und in viel geringerem Maße Bezug auf die Regierungsprobleme nehmen“, schließt Knud Andersen.

Es ist noch immer ungewiss, ob die Neo-Nazis um „Stram Kurs“ überhaupt einen Kandidaten auf Bornholm werden aufstellen können.

von

Günter Schwarz – 29.04.2019