(Tel Aviv) – Die Niederlande gewinnen zum ersten Mal seit 1975 und damit insgesamt nach 1957, 1959 und 1969 zum 5. Mal den Eurovision Song Contest. Die skandinavischen Länder Norwegen, Schweden und Dänemark erreichen die Plätze 5, 6 und 12 in der genannten Reihenfolge. Deutschland belegt mit Platz 24 einen der hinteren Plätze von den 26 im Finale vertretenen Eurovision-Song-Contest-Teilnehmern.

Duncan Laurence aus Holland gewann die 64. Ausgabe des Eurovision Song Contest in Tel Aviv, Israel.

Seit der Veröffentlichung seines Beitrages im März war er der große Favorit der Buchmacher. Und am Samstagabend machte der 25-jährige Sänger Duncan Laurence seiner Favoritenwürde alle Ehre, als er den diesjährigen Eurovision Song Contest für die Niederlande gewann.

Er tat dies mit dem Song „Arcade“, der in den 26 Songs des Final Field sehr prominent war. Hier gab es weder Feuer, Rauch, Tänzer noch Spielereien. Es war nur ein Mann an seinem Keyboard auf der Bühne. Duncan Laurence hat selbst zum Schreiben des Siegerliedes beigetragen. Er schreibt nicht nur lTexte für ängere Songs, sondern schreibt auch Geschichten.

Es ist das erste Mal seit 44 Jahren, dass Holland beim Eurovision Song Contest wieder ganz oben auf der Bestenliste steht. 1975 hatte es das Tulpenland geschafft, sich mit Teach-In und dem Song „Ding-A-Dong“ an die Spitze zu singen. Dieser gestrige Sieg ist Hollands fünfter Gesamtsieg – die ersten drei sind aus den Jahren 1957, 1959 und 1969.

Der Sieg erfolgte nach einer nervenaufreibenden Abstimmung, bei der die Punkte im Osten und Westen verteilt wurden und bei der eine neue Art der Punktedarstellung den Wettbewerb bis zur letzten Sekunde spannend machte.

Sehen und hören Sie Duncan Laurence mit „Arcade“:

Nummer zwei wurde Mahmood aus Italien mit „Soldi“, während Sergey Lazarev zum zweiten Mal Russland den dritten Platz sicherte, diesmal mit der Ballade „Scream“.

Die Dänin Leonora schaffte es ebenfalls sehr gut und landete in der ersten Hälfte des Finales. Sie wurde Nummer 12 mit der Nummer „Love Is Forever“ – eine Nummer, die von Jurys auf allen Seiten Europas – fast mit Ausnahme der nordischen Länder – mit Punkten bewertet wurde. Nur die norwegische Jury gab Leonora Punkte – vier davon. Im Gegenzug mochte die italienische Jury den dänischen Beitrag und belohnte das Lied mit maximal 12 Punkten.

Norwegen und das Trio Keiinos „Spirit in the Sky“ beendeten das Finale mit einem fünften Platz als bestes nordisches Land, vor allem dank der Zuschauervoten, während Schweden und John Lundviks „Too Late for Love“ unmittelbar dahinter den sechsten Platz belegten.

Norwegen und Schweden waren die beiden Länder, mit denen die dänischen Fernsehzuschauer mit 12 bzw. 10 die höchsten Punkte erzielten.

Die große Überraschung des Abends auf der Anzeigetafel war Tamara Todevska aus Nordmazedonien. Das Land, das gerade seinen Namen geändert hat, belegte mit den Jurys den zweiten Platz und belegte insgesamt den achten Platz – das ist die beste Position des Landes, die es je gab.

Der Ministaat San Marino mit nur 61,2 km² und 33.400 Einwohnern im Norden Italiens nahe der adriatischen Küste bei Rimini erreichte auch in Form eines 20. Platzes für Serhat und „Say Na Na Na“ seine bisher beste Position in Eurovision.

Luca Hänni aus der Schweiz sicherte sich mit „She Got Me“ die beste Platzierung des Landes seit 26 Jahren und kam auf den vierten Platz.

Am anderen Ende lief es völlig quer für Großbritannien, das zum vierten Mal seit 2003 mit nur 16 Punkten den absoluten letzten Platz belegte.

von

Günter Schwarz – 19.05.2019