Halløjsa – er du okay? … In Deutschland leben wir alle gut und gerne, sagt „uns Muddi“. Leute, die hier wohnen, werden das unter Umständen ’n büsch’n anders sehen.

Interessant wird es, wenn man sich mit Menschen unterhält, die unser dolles Kleinod europäischer Leitkultur und Bildungsbürgertum mit so einem richtigen Misthaufen an Lebensqualität vergleichen können. Damit sei nun nicht ein Flecken Wüste in der 3ten Welt gemeint, sondern schon „vergleichbare“ Zivilisationen. Ich habe zwei US-amerikanische Freundinnen, die lang genug hier herumbummeln, um den großen Zug der letzten Veränderungen miterlebt zu haben.

Dabei stammt die eine aus einem verschlafenen Nest im Putnam County, Indiana mit gerade mak bummeligen 2.000 Einwohnern und die andere aus der größten Stadt im Staate Michigan, Detroit, die dazu vor wenigen Jahren noch den Ruf genoß , auf der Weltrangliste der kriminellsten/gefährlichsten Städte Platz 4 einzunehmen. Das ist eine Oktave hinter der Bronzemedaille!

Wenn nun das Landei die Hände in die Luft wirft und den fehlenden Baptistengottesdienst und Bauernmarkt mit „Yard Sale“ ganz schrecklich findet, dann mag man nicht großartig überrascht sein. Wenn aber ein Detroiter „Ghettoweib“ mit kurzer Lunte und einem hohen Eigenmaß an potentieller Gewaltbereitschaft findet, dass Deutschland „irgendwo bedrohlicher“ geworden ist, dann wird es kriminell.

Beide Frauen betonen allerdings, dass die Frequenz an hirnloser Deppenkriminalität in Deutschland ungleich höher ist, als in den USA. In Amerika käme niemand auf die Idee, eine Anklage auf versuchten Mordes zu riskieren, nur um aus „Jux“ Steine von Autobahnbrücken zu werfen. Wer in Amerika so eine Anklage in Kauf nimmt, versucht dann auch mindestens, den beknackten Freund der Tochter um’s Eckchen zu bringen. Dann lohnt sich ein Vollpension-Aufenthalt in einem Knast wenigstens.

Auch wird man in den USA weniger in Kindergärten einbrechen oder versuchen, Zeitungszusteller oder Schulkinder auszurauben. Da denken Detroiter Gang-Mitglieder etwas „wirtschaftlicher“.

Grundsätzlich sind beide Frauen aber der Meinung, dass Deutschland immer ein bisschen mehr so wird, ass wie „zuhause“. Angefangen von einem beschissenen Gesundheitssystem, über eine ebenso armseelige Altersversorgung bis hin zu dunklen Straßenzügen, die man nach Möglichkeit nur in Begleitung eines „stattlichen Herrn“ mit der „Würfel-Figur“ eines Linebackers betritt.

Trotz der Beteuerungen der Verantwortlichen aus der Politik, alles wäre total knorke und supi hier, hört sich so ein Direktvergleich für mich nicht ganz so wahnsinnig rosig an.

Eller hvad?

Nu kiek mol ni so klog