(Odder) – In der Kommune Odder, der Kleinstadt im Süden von Aarhus, sind die Bürger die lauten Saatkrähen satt. Deshalb wurden sie am Dienstagnachmittag abgeschossen und wanderten in den Kochtopf.

„Nak og æd“ (Nackt und iss) ist der Titel eines beliebten DR-Programms, aber am Dienstagabend war es auch die Schlagzeile in Odder. Die kommune will die verhassten Krähen loswerden, die in den Ohren vieler viel zu laut klingen und die viel zu viel Schmutz hinterlassen. Deshalb sollten sie ja – nackt sein und gegessen werden.

Ziel war es, den Bürgern zu erklären, worum es bei der Jagd geht. „Es ist sehr wichtig, Kulturgeschichte zu vermitteln. Ein Teil unserer Kulturgeschichte ist, dass wir immer Jäger waren, aber uns im Laufe der Zeit weit davon entfernt haben“. sagt der Naturführer im Odder Museum, Ole Sørensen.

Ole Sørensen war einer der Organisatoren. Er ist der Meinung, dass es wichtig ist, über die historische Jagdtradition Dänemarks zu informieren.

Die Saatkrähe ist in der gesamten EU geschützt, aber in Dänemark gibt eine spezielle Regel, nach der es vom 1. Mai bis 15. Juni ist es erlaubt ist, sie zu schießen. „In Dänemark gelten besondere Regeln für Saatkrähen, da diese unter anderem durch ihren Lärm stören. Das kann man täglich selbst sehen und hören, und deshalb reguliert man in Dänemark den Krähenbestand“, sagt Ole Sørensen.

Im Laufe der Jahre haben mehrere Orte in Østjylland (Ostjütland) versucht, die Krähen mit mehr oder weniger alternativen Methoden zu töten. In Silkeborg wurden zusätzliche Eichhörnchen gezüchtet, weil die kleinen Nagetiere nach Eiern und junge Küken der Krähen suchen.

Es gab viele alternative Methoden, um die Krähen zu bekämpfen, wie wir im Archiv sehen.

Odder hatte vorher schon versucht, sich mit Drohnen einen Überblick über die Krähennester zu verschaffen. Und in Hadsten haben sie versucht, mit einer digitalen Vogelscheuche die 6.000 Krähen zu bekämpfen.


Für den Eintopf erhielten die Krähen gute Noten. Mehrere Einheimische waren gekommen, um sich über Vorschriften zu informieren, aber natürlich auch, um die Krähen zu probieren. Einer von ihnen war Jørn Christiansen, der seit 23 Jahren in der Nähe von Krähennestern lebt. „Es ist klar, dass Sie früh wach werden, wenn die Krähen ihre Jungen bekommen. Ich habe mich inzwischen daran gewöhnt, und es stört mich mehr nicht so sehr, aber man hört das Gekrächze überall in der Stadt, sagt Jørn Christiansen.


Am Nachmittag wurden die Vögel geschossen und ansschließend wurden sie in einem Eintopf verarbeitet. Auf der Speisekarte stand auch noch Joghurt mit Frühlingszwiebeln und Spargel.

Es sieht sehr lecker aus, wenn die Krähen zubereitet sind. Und der Geschmack hat mich auch beeindruckt. Jørn Christiansen hat zum ersten Mal den Geschmack von Krähen probiert, aber er war tatsächlich ziemlich positiv überrascht. „Es ist schön, dass es so viele Rezept-Tipps gibt, wie wir sie zubereiten und essen können. Ich gebe dem 6 Sterne“, sagt Jørn Christiansen.

Jørn Christiansen war vom Geschmack der Saatkrähen ziemlich beeindruckt.

Krähen sind seit 1979 jagdgeschützt.

von

Günter Schwarz – 22.05.2019