(Kiel) – Ein 32-jähriger Spanier meldete sich heute Nachmittag mit seinem Haftbefehl bei der Bundespolizei im Kieler Hauptbahnhof.

Am heutigen Mitwochmittag des 29.05.2019 klingelte ein Mann bei der Bundespolizei. In der Hand hatte er einen Haftbefehl, ausgestellt tatsächlich auf seine Person. Er war vor einem Jahr wegen Diebstahls und Computerbetruges zu einer Geldstrafe von knapp 2.500,- Euro verurteilt worden. Diese hatte er in 80 Tagessätzen von je 29,- Euro plus Verfahrenskosten zahlen sollen. Ersatzweise waren durch den Mann 80 Tage in einer Justizvollzugsanstalt „abzusitzen“.

Da er nicht zahlen konnte oder wollte, hatte er einen Termin zum Haftantritt erhalten, war dort jedoch nicht erschienen. Deshalb war ein Vollstreckungshaftbefehl erlassen worden und als er den las, bekam der Mann wohl „kalte Füße“. Nun stand er wie ein Häufchen Elend bei der Bundespolizei und wartete auf den Strafantritt.

Die Beamten führten einige Telefonate, dann wurde der Mann in ein Dienstfahrzeug gesetzt und erhielt eine Freifahrt in die Justizvollzugsanstalt. Die Bundespolizei veranlasste anschließend die Löschung der Ausschreibung.

Quelle: Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Kiel vom 29.05.2019 um 14:55 Uhr

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überarbeitet und veröffentlicht von Günter Schwarz – 29.05.2019