(Nykøbing Mors) – Skandinaviens größter Themenpark Jesperhus Feriepark auf der Insel Mors hat beschlossen, die Zigarre bei einem seiner Charaktere zu entfernen, nachdem Google die Video-App zensiert hatte. Jesperhus Feriepark’s Charakter „Dr. Træls“, der es sonst gewohnt ist, eine Zigarre im Mundwinkel zu haben, macht jetzt eine Rauchpause.

Google hatte beschlossen, die App von Jesperhus, eines der populärsten Ferienadressen in Dänemark. zu zensieren, indem es in seinem App-Store, Google Play, neben der App das Zeichen „Nicht für Kinder geeignet“ anbrachte. Jesperhus Feriepark hat jetzt die Konsequenz aus Googles Anmerkung gezogen, und „Dr. Træls“ erscheint jetzt nur noch ohne Zigarre in der App.

„Es war schon länger der Plan, die Zigarre zu entfernen. Es hat nichts mit Google zu tun. Wir möchten auf der Plattform sein, und es sollte keine tabakähnlichen Dinge in unserer Webung geben. Wir leben von Kinder- und Familienunterhaltung, und deshalb ist es für uns nicht sinnvoll, eine App zu haben, die nicht für Kinder geeignet ist“, sagt Jonathan Gregersen, Entertainment Manager bei Jesperhus Feriepark.

In der App sieht man kleine Videoclips, in denen sich „Dr. Træls“ zusammen mit anderen Jesperhus-Charakteren an kleine Kinder mit verschiedenen Liedern und Videos richtet. Sie singen unter anderem darüber, wie sie sich im Park verhalten sollen.

In Zukunft wird „Dr. Træls“ seine hölzerne Zigarre jetzt ganz symbolisch in einen Glaskasten in der Blumenhütte im Park ablegen. Jesperhus hat auch ein neues Video produziert, in dem „Dr. Træls“ aufhört zu rauchen.

„Natürlich finden wir es schade, dass es so sein soll, aber wir können die Richtlinien von Google nicht ändern. Jetzt machen wir unseren Spaß damit, und wir kommen auch in unseren Shows auf das Thema. Es ist so kreativ, es ist ein wahres Geschenk“, sagt Jonathan Gregersen.

Laut Jonathan Gregersen haben sowohl die Fernsehstation „TV-Midwest“ als auch die Boulevardzeitung „Ekstra Bladet“ seit Beginn der Geschichte versucht, einen Kommentar von Google zu erhalten, aber bisher ohne Erfolg. Jesperhus Feriepark hat sich ebenfalls an Google gewandt, aber bisher nichts bewegt.

„Wir haben keine besondere Hoffnung, Wir wollen ohne das Etikett „Nicht für Kinder geeignet“ für uns werben, was sie jetzt wieder löschen müssen. Wir sehen aber nur, was passiert: Nichts! Aber es könnte natürlich großartig sein, wenn Google es uns überlässt, wie wir werben, denn in Dänemark ist die Kultur anders als in den USA. Wir sind professionell genug, um zu entscheiden, was Kinderunterhaltung ist“, sagt Jonathan Gregersen.

Google wertet, dass einer der Charaktere des Ferienparks seine neue App für Kinder ungeeignet macht.

von

Günter Schwarz – 22.06.2019