(Knivsbjerg) – Am Samstag trafen sich rund 4.000 Kinder und Erwachsene der deutschen Minderheit auf dem Knivsbjerg bei Abenraa zu ihrem jährlichen Sommerfest. Auf dem mit 97 Meter höchsten Punkt von Sønderjylland fanden die Feierlichkeiten statt.

Festzelte waren aufgestellt, die Sportbahnen waren frisch gekreidet und die Stimmen wurden aufgewärmt. Am Samstag trafen sich rund 4.000 Menschen auf dem Knivsbjerg zum jährlichen Sommerfest der deutschen Minderheit. Hinter der Veranstaltung standen der Deutsche Jugendverband und Lasse Tästensen. Er war seit September letzten Jahres mit der Planung beschäftigt.

„Die Planung dauert lange. Vor allem, weil es so viele Vereine und Menschen gibt, die sich daran beteiligen“, sagt Lasse Tästensen, der besonders in den letzten Wochen mehr als reichlich beschäftigt war.

Die deutsche Minderheit war jedoch nicht in der Lage, das Wetter zu beeinflussen, aber sie hatte Glück, die Sonne schien und versprach etwas anderes als Regen und Wind. So fanden viele der Aktivitäten im Freien statt: Sportturniere, Trampolinspringen, Wunderland für die Kleinsten und Live-Musik.

Die gesamte Veranstaltung fand auf dem Knivsbjerg statt, dem höchsten Punkt in Sønderjylland. Und genau dieser Ort hat für die deutsche Minderheit eine besondere Bedeutung. „Es war der ursprüngliche Treffpunkt der Minderheit, deshalb ist es ein wichtiger Ort für uns“, sagt der Vertreter des Deutschen Jugendverbandes, Jasper Andresen. Das Sommerfest findet schon seit 1895 statt, und es wurde nur in Kriegs- und Besatzungszeiten abgesagt.

Ziel der Veranstaltung ist es, dass die deutschstämmigen Dänen sich untereinander kennemlernen und alte Bekannte treffen, wodurch die Minderheit gestärkt wird. „Hier sehen und treffen sich Leute, die sich das ganze Jahr nicht gesehen haben. Wir sind über ganz Sønderjylland verteilt. Aber es sollte nur ein schöner Tag mit Freunden und der Familie sein“, sagt er.

Jasper Andresen betont, dass das Knivsbjergfest zwar vom Deutschen Jugendverband für die deutsche Minderheit organisiert wird, aber jeder mehr als herzlich willkommen ist.

von

Günter Schwarz – 23.06.2019