(Nyborg) – Im Jahr 2023 erhält das Schloss Nyborg seine Ringmauer zurück, nachdem diese seit 200 Jahre fehlt. Museumsdirektor Erland Porsmose freut sich schon.

„Sie müssen verstehen können, wie das Schloss aussah“, beschreibt der Museumsdirektor der Østfyns Museen, Erland Porsemose, den groß angelegten Plan für das Schloss Nyborg, den er am Mittwoch unter anderem dem Bürgermeister der Kommune präsentierte.

Nach mehreren Jahren Verspätung kann der Museumsdirektor den endgültigen Plan, der mit 351 Mio. Kronen (47 Mio. Euro) veranschlagt ist, vorlegen. „Wir wollen mehr Verständnis für die Burg schaffen. Deshalb möchten wir so viel wie möglich wieder herstellen“, betont er.

Der Museumsdirektor weist darauf hin, dass das Schloss Nyborg, das zu Recht eine Burg ist, ursprünglich mit einer Ringmauer ausgestattet war, die das Schloss umgab. Mit dem neuen Plan wird unter anderem der Eindruck der Ringmauer wiederhergestellt.

Die Ringmauer fehlt seit etwa 200 Jahren, als die Burg während der Schweden-Kriege im 17. Jahrhundert schwer beschädigt wurde. Zur gleichen Zeit, als immer neuere und stärkere Geschütze eingesetzt wurden, galt die Mauer als nicht erhaltungswürdig. Deshalb wurde sie abgerissen. Bis dahin diente die Burg unter anderem als königlicher Palast für Kong Christian III..

Es ist nicht das erste Mal, dass der Museumsdirektor neue Pläne für das Schloss Nyborg vorstellt. Schon 2017 präsentierte er Pläne für den ersten Entwurf des neuen Schlosses.

Im Jahr 2023 erhält die Burg Nyborg einen höheren Turm, der mit 22 Metern fast so hoch ist wie das Original.

Die damaligen Pläne stießen jedoch auf Widerstand der Behörden, die den Schutz von Schloss Nyborg in den Vordergrund stellten. Daher wollte man nicht die neue Ringmauer zusammen mit dem alten Wachturm und dem Hauptgebäude errichten.

Dieses führte dazu, dass die neuesten Pläne Gehwege von der neuen Ringmauer zu den aktuellen Gebäuden des Schlosses berücksichtigen. Gleichzeitig wurde die Materialauswahl geändert. „Besucher sollen näher an die Burg herankommen. Deshalb verwenden wir kein Glas und keinen Stahl“, betont Erland Porsmose.

Aufgrund der behördlichen Auflagen müssen Erweiterungen auch an vorhandenen Türen vorgenommen werden. Daher müssen die Gehwege zu den Türen geführt werden, die zuvor den Zugang zu einer Wendeltreppe am nördlichen Ende des Schlosses ermöglichten. Darüber hinaus wird der Schlossturm höher gebaut, so dass er eine Höhe von 22 Metern erreicht. Es wurde berechnet, dass der ursprüngliche Turm etwa 30 Meter hoch war.

Trotzdem ist der Museumsdirektor mit den Plänen sehr zufrieden. „Ich bin mir sicher, dass das abgeschlossene Projekt nicht nur die Schlosshalle, sondern auch Nyborg und den Rest der dänischen Geschichte gut tun wird“, sagt Erland Porsemose.

Der Arbeiten auf Schloss Nyborg beginnen nach Plan im Jahr 2020 oder 2021.

Schloss Nyborg erhält im Jahr 2023s eine Ringmauer zurück. Sie wird jedoch nicht direkt mit den bestehenden Gebäuden verbunden. Stattdessen sollen die Gäste Gehwege benutzen, um zwischen Alt und Neu zu wechseln.

von

Günter Schwarz – 26.06.2019