Unter dem Schutz der eigenen Flotte landet der schwedische König Karl XII. auf der dänischen Hauptinsel Sjælland (Seeland) bei Humlebæk, lässt København einschließen und mit der Belagerung der dänischen Hauptstadt beginnen.

Die Belagerung Københavns erfolgte im Rahmen des Großen Nordischen Krieges im Kampf um die Vorherrschaft im Ostseeraum in den Jahren 1700 bis 1721. Schwedens König, Kung Karl XII., erzwingt vom dänischen Kong Frederik IV. durch die auf Sjælland eingedrungenen und København bedrohenden Streitkräfte am 18. August den Frieden von Traventhal – auf einem Schloss nahe von Bad Segeberg in Holstein. Die antischwedische Koalition im Großen Nordischen Krieg verliert damit Dänemark als ihren Partner.

Die Belagerung der Festung Tönning durch die Dänen wird abgebrochen. Die Belagerungen der Festung Tönning im Jahr 1700 war eine militärische Intervention im Großen Nordischen Krieg. Die Festung Tönning war 1700 im Besitz des Hauses Slesvig-Holsten-Gottorp. Dieses stand in verwandtschaftlichem Verhältnis mit dem schwedischen Königshaus, da Frederik IV. von Slesvig-Holsten-Gottorp mit einer schwedischen Prinzessin verheiratet war.

Die Dreierallianz, bestehend aus dem Russischen Zarenreich, den Persolnalunionen Sachsen-Polen und Dänemark-Norwegen, hatte im März 1700 das Schwedische Reich angegriffen, das von dem 18-jährigen, als jung und unerfahren geltenden König Karl XII. regiert wurde. Trotz der ungünstigen Ausgangslage blieb der schwedische König zunächst siegreich und erreichte, dass Dänemark-Norwegen (1700) und Sachsen-Polen (1706) aus dem Krieg ausschieden.

Als er sich 1708 anschickte, Russland in einem letzten Feldzug zu besiegen, erlitten die Schweden in der Schlacht bei Poltawa im Juli 1709 eine verheerende Niederlage, welche die Kriegswende bedeutete.

Durch diese Niederlage ihres ehemaligen Gegners ermutigt, traten Dänemark und Sachsen wieder in den Krieg gegen Schweden ein. Von da an bis zum Kriegsende 1721 behielten die Alliierten die Initiative und drängten die Schweden in die Defensive. Erst nachdem der als uneinsichtig und kriegsbesessen geltende Schwedenkönig im Herbst 1718 während einer Belagerung vor Frederikshald in Norwegen gefallen war, konnte der für sein Land aussichtslos gewordene Krieg beendet werden. Die Bedingungen der Friedensverträge von Stockholm, Frederiksborg und Nystad bedeuteten das Ende Schwedens als europäische Großmacht und den gleichzeitigen Aufstieg des 1721 von Peter I. gegründeten Russischen Kaiserreiches.

von

Günter Schwarz – 04.08.2019