(Kiel) – Ein 30-Jähriger verletzte sich selbst mit Einhandmesser schwer und bedrohte Polizeibeamte als diese am Mittwochabend, dem 07.08.2019, kurz vor 22.00 Uhr um Unterstützung gebeten wurden.

Ein Mann hatte im Supermarkt im Kieler Hauptbahnhof Waren eingesteckt und den Markt verlassen wollen, ohne zu bezahlen. Als die Bundespolizisten eintrafen, saß der Mann auf einem Stuhl und machte mündliche Angaben zu seiner Person. Die Beamten wollten die Identität überprüfen und bemerkten, dass der Mann immer nervöser wurde. Tatsächlich gab es keine Person mit den gemachten Angaben.

Plötzlich hielt er ein Messer in der Hand und stieß sich das Messer in die Brust. Anschließend schwang er das Messer bedrohlich vor den Bundespolizisten und warf es schließlich in Richtung der Beamten, die allerdings nicht getroffen wurden.

Die Bundespolizisten brachten den Mann zu Boden und fesselten ihn. Anschließend leisteten sie Erste Hilfe und forderten Rettungskräfte an. Bei dem Vorgang rutschte dem 30-jährigen ein Tütchen mit weißem Pulver aus der Tasche.

Als der Rettungswagen eintraf, wurde die Person de Sanitätern übergeben und ins Krankenhaus gefahren. Dort stellte sich heraus, dass die Verletzungen, die sich der Mann mit dem Messer zugefügt hatte, doch schwerer waren. Er wurde sofort operiert.

Bei der Durchsuchung der mitgeführten Gegenstände des Mannes durch die Bundespolizei wurden weitere Betäubungsmittel gefunden. Mittlerweile hatte der 30-jährige im Krankenhaus korrekte Angaben zu seiner Identität gemacht, die Überprüfung ergab, dass es sich um einen polizeibekannten Intensivtäter handelte.

Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Quelle: Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Kiel vom 08.08.2019 um 13:45 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 08.08.2019