(Esbjerg / Bornholm) – In den ersten sieben Monaten des Jahres 2019 verzeichnete die Fluggesellschaft DAT (Danish Air Transport) mit Sitz in Esbjerg einen Rückgang von rund 20.000 Passagieren im Vergleich zu 2018. Der Direktor gibt der Fährschiffsubvention die Schuld für den Rückgang der Passagierzahlen im Flugverkehr zu und von Bornholm.

Der Direktor von DAT Jesper Rungholm hat keinen Zweifel daran, dass der Rückgang der Passagiere, die das Flugzeug von und nach Bornholm nehmen, zurückgegangen ist, da die Bornholm-Linie eine tägliche Subvention für den Betrieb von einer Million Kronen (66,47 Tsd. Euro) erhält.

„Die Tatsache, dass die Fähre Zuschüsse erhält, bedeutet, dass sie sehr günstige Tickets und mehr Abfahrten anbieten kann, und ich denke definitiv, dass dieses der Grund für unserem Rückgang ist“, sagt Jesper Rungholm, Direktor von DAT, und fährt fort: „Natürlich haben wir den gleichen Zuschuss erhalten, damit wir unseren Kunden auch bessere Preise anbieten können. Obwohl DAT die gleiche Anzahl an Billig-, Senioren- und Studententickets anbieten wie 2018 konnte, verzeichneten wir jedoch einen Passagierrückgang von rund 10 Prozent.“

„Ich muss allerdings auch hinzufügen, dass wir im Gegensatz zu anderen Verkehrsträgern eine sehr hohe CO2-Steuer zahlen und bis zu 14 Millionen Kronen (1,86 Mio. Euro) im Jahr 2018 gezahlt haben und dieser Betrag wird im Jahr 2019 noch höher sein“, klagt Jesper Rungholm

Wenn man den Direktor fragt, ob es daran liegt, dass die Passagiere anfangen, klimafreundlicher zu denken, und auf dieser Grundlage sich anders als für den Flug entschieden haben, hat er nicht viel für diese Hypothese übrig. „Wir fliegen unabhängig davon, ob die Maschine beim Abflug voll ist oder nicht. Wenn also die leeren Flugzeugsitze aufgrund des Klimas nicht genutzt werden, wäre es doch noch klimafreundlicher, uns gar nicht fliegen zu lassen“, sagt der DAT-Direktor.

Es wird die Bornholmer treffen, dass es in der ersten Hälfte des Jahres 2019 mehrere leere Plätze gab. „Wir werden die Preise für unsere Tickets etwas anpassen müssen, um die Konten auszugleichen, aber es wird am sehr moderat sein“, versichert der Direktor von DAT Jesper Rungholm

Die DAT hat in den ersten sieben Monaten dieses Jahres im Vergleich zum selben Monatszeitraum des vergangenen exakt 21889 Passagiere auf der Bornholm-Strecke verloren.

von

Günter Schwarz – 10.08.2019