(Ferring) – Ein Grundbesitzer hat beantragt, zwei große Ferienhäuser in Ferring bei Lemvig im Westen Dänemarks südlich des Limfjords zu bauen. Aber nicht jeder Bürger des Orts hält dieses für eine gute Idee.

Für viele mag ein großes Ferienhaus mit Swimmingpool sicherlich nach einer guten Idee klingen. Aber für die Bürger von Ferring bei Lemvig, die Nachbarn der Häuser sein werden, sind derartige Ferienhauspläne eine schlechte Nachricht.

Ein Grundbesitzer des Dorfes hat bei der Kommune Lemvig beantragt, zwei große Sommerferienhäuser mit Hotelbetrieb zu bauen. Nach dem örtlichen Plan sind solche Häuser jedoch überhaupt nicht gestattet, und daher müssen die Politiker der Kommune darüber diskutieren, ob der örtliche Bebauungsplan geändert werden könnte, um den Tourismus zu unterstützen.

Die Einheimischen scheinen die Häuser nicht zu brauchen. „Dies sind zwei sehr große Häuser, in denen ca. 30-40 Personen gleichzeitig leben. Somit ist es nicht zu vermeiden, dass sie den Ort prägen werden“, sagt Ane Margrethe Bjerre, die in Ferring geboren ist und lebt.

Sie wird vom Vorsitzenden der örtlichen Bürgervereinigung unterstützt, aber einige andere Einwohner von Ferring sehen kein Problem im „Cottage-Bau“.

Letztendlich muss das Technische und Umweltkomitee der Kommune Lemvig entscheiden, ob die Genehmigung erteilt wird. Auch hier sind Meinungen zwischen Tourismus und Authentizität geteilt.

„Tourismus ist in unserer Kommune wichtig, daher wünschen wir uns in diesem Zusammenhang einige gute Bedingungen, und es bedarf auch der Entwicklung in den kleinen Orten unserer Kommune“, sagt Søren Videbæk Jensen (Venstre / Rechtliberale Partei), ein Mitglied des Ausschusses.

„Ich halte es für eine schlechte Idee, große Häuser in ein kleines Dorf zu stellen. Ich denke nicht, dass das Dorf es ertragen kann, und ich denke, dass die Häuser weit über die authentische dörfliche Umgebung hinausgehen werden, die sie jetzt noch haben“, denkt Komiteemitglied Arne Noe (Socialistisk Folkeparti).

Für Ane Margrethe Bjerre ist die Größe des Dorfes hoffentlich das entscheidende Argument. „Wir haben eines der letzten authentischen Dörfer an der Küste, und es sollte schon deshalb nicht wie alle anderen aussehen“, sagt sie.

Die Bürgervereinigung von Ferring wurde eingeladen, die Angelegenheit im kommunalen Technischen und Umweltausschuss von Lemvig zu erörtern.

von

Günter Schwarz – 26.08.2019