(København) – Die Zahl der sozial benachteiligten Grønländer in København wird immer größer. Jetzt haben die Sozialdienste der Kommune eine Reihe von Lösungsvorschlägen vorbereitet.

Es gibt in København immer mehr schutzbedürftige Grønländer, die die Hilfe und Unterstützung der Kommune benötigen. Nach einer Diskussion im April im Sozialausschuss der Stadt København hat die Sozialverwaltung nun eine Reihe von Vorschlägen vorgelegt, um die kommunalen Anstrengungen in diesem Bereich zu verstärken.

Die Vorschläge der Sozialverwaltung werden Teil der anstehenden Haushaltsverhandlungen sein, die im September und Oktober ausgehandelt werden. Wenn alle Lösungsvorschläge umgesetzt werden sollen, werden bis 2020 der Region 5,75 Mio. Kronen (771 Tsd. Euro) zugewiesen.

„Die Gruppe der schutzbedürftigen Grønländer in København wird immer größer und ihre Herausforderungen sind ernst. Daher sind gezielte und langfristige Anstrengungen erforderlich, damit die Entwicklung nicht in die falsche Richtung geht, heißt es in einer Pressemitteilung von Mia Nyegaard (Radical Venstre / linksliberale Partei), der Bürgermeisterin der Stadt København.

Die Sozialverwaltung hat eine Reihe von Organisationen und Wirtschaftssexperten damit beauftragt, herauszufinden, was die Gruppe der schutzbedürftigen Grønländer in København auszeichnet und wie man die beste Hilfe erzielt.

Insbesondere schlechte Gesundheit, weit verbreiteter Alkohol- und Cannabiskonsum, zahlreiche Fälle von sexuellem Missbrauch sowie sprachliche und kulturelle Barrieren stellen die Gruppe nach Angaben der Sozialverwaltung vor die größten Herausforderungen.

Der Sozialdienst schlägt daher vor, dass die derzeitigen Anstrengungen in diesem Bereich stärker als bisher auf die Öffentlichkeitsarbeit und die Gesundheit ausgerichtet werden sollten. Die Vorschläge zielen unter anderem darauf ab, die Zahl der Außendienstmitarbeiter zu erhöhen, die sich um die Gruppe der schutzbedürftigen Grønländer in København kümmern.

Derzeit gibt es nur einen Kontaktmitarbeiter im Außendienst, aber der Vorschlag sieht vor, ihm drei weitere Mitarbeiter hinzuzufügen. „Mit mehr Kontaktpersonen und einer engen Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt und der Drogenbehandlung wird die Verwaltung in der Lage sein, die schutzbedürftigen Bürger mit grønländischem Hintergrund noch besser zu koordinieren und sich ganzheitlicher zu bemühen“, so Mia Nyegaard.

Neben mehreren Mitarbeitern hat die Sozialverwaltung auch vorgeschlagen, die allgemeinen Gesundheitsanstrengungen zu verstärken und der Zielgruppe eine bessere medikamentöse Behandlung anzubieten.

von

Günter Schwarz – 26.08.2019