(København) – Eine Delegation von 15 Küstenfischern aus Hanstholm, Thorupstrand, Løkken, Hirtshals und Skagen hat gerade das Außenministerium in Kopenhagen besetzt.

Baumtrawler, dessen Schleppnetze von am Ende zweier Ausleger befestigten Aufhängerblöcken geführt werden, sollten im Skagerak vderboten werden. Das ist die Meinung einer Gruppe nordjütländischer Küstenfischer, die heute Morgen das dänische Außenministerium in København besetzt haben. Das Ziel ist es, das zu beenden, was sie „eine vom Menschen verursachte Umweltkatastrophe im Skagerrak“ nennen.

Die Fischer glauben, dass niederländische Baumtrawler mit ihren Schleppnetzen den Meeresboden im Skagerrak zerstören und die lokalen Fischer aus ihren Fanggebieten vertreiben. Die Fischer fordern eine sofortige Einstellung dieser Art des Fischfangs.

„Wir können jetzt einfach nicht mehr. Jetzt müssen die Politiker etwas unternehmen. Der Meeresboden und das Skagerrak werden zerstört“, sagt Jesper Olsen, Fischer aus Thorupstrand, Sprecher der demonstrierenden Fischer und einer der Initiatoren von „The guys on the cutters“.

Das Schleppnetzfischen wird von niederländischen Fischerbooten durchgeführt, die schwere und mit Eisen beschwerte Schleppnetze über den Meeresboden ziehen, was, wie die Fischer sagen, den Meeresboden und damit die Umwelt zerstört.

„Das Schleppnetzfischen wirbelt die Tiergemeinschaft des Meeresbodens im Wasser auf und zieht Fische an, so wie die Möwen sich beim Pflügen eines Feldes auf die Regenwürmer stürzen. Nach einer Woche rund um die Uhr graben, sind nur Krebse, Seesterne und Muscheln übrig uns selbst die sind beschädigt. Die schweren Ketten des Baumschleppnetzes machen den Fischbestand und den Meeresgrund kaputt, und die Fischerei belastet das Klima wegen seines hohen Kraftstoffverbrauchs. Die Kritik am Schleppnetzfischen ist vielfältig.

Die Küstenfischer vermuten auch, dass die Trawler viel mehr Fische fangen als sie dürfen. Ihre erste Forderung ist daher, dass in Hanstholm ein Kontrollpunkt eingerichtet wird, damit die Behörden prüfen können, ob die Fänge der Trawler innerhalb der zulässigen Quoten liegen. Die Küstenfischer sind auch der Ansicht, dass die Schollenquote im Skagerrak gesenkt werden sollte.

„Die Küstenfischerei kann mit so schwerem Fanggerät wie auf den Baumtrawlern, die den gesamten Fischbestand im Skagerak gefährden, einfach nicht mithalten. Deshalb müssen die Baumtrawler ganz aus dem Skagerrak verschwinden“, fordert Henry Fjord, Fischer aus Hanstholm.

Die Küstenfischer bleiben im Außenministerium, bis ihnen verbindlich zugesagt wird, in Hanstholm einen Kontrollpunkt einzurichten.

von

Günter Schwarz – 28.08.2019