Der auf- und Ausbau neuer Aquakulturen muss enden, hat das dänische Umweltministerium entschieden. Die Entscheidung stützt sich auf die nachteiligen Auswirkungen der Aquakultur auf die Umwelt.

Die Umweltministerin Lea Wermelin (Socialdemokraterne) wird nun einen neuen Kurs auf dem Gebiet der Aquakultur einschlagen. Insbesondere wird es der Umweltministerin unmöglich machen, eine Genehmigung für eine neue Aquakultur abzulehnen. Für die Aquakultur des Landes bedeutet es, dass sie ihre Produktion nicht ausbauen können, weil sie keine neuen Aquakulturen mehr aufbauen und bestehende nicht erweitern dürfen.

Dies beruht auf der Tatsache, dass umweltausgleichende Maßnahmen wie die Muschel- und Algenproduktion im Aquakultursektor die ansonsten zu erwartenden Stickstoffemissionen nicht verringern. Nach mehreren Problemen mit Sauerstoffmangel ist es wünschenswert, den Stickstoffgehalt in den Aquakulturgebieten niedrig zu halten.

Es gibt 19 Aquakultur Dänemark. Lene Tingleff ist Vorsitzende des Ausschusses für Technologie in der Kommune Hedensted in Syd- og Sønderjylland (Süddänemark und Südjütland). In der Kommune befinden sich zwei der 19 Aquakulturen Dänemarks, nämlich As Vig Havbrug und Borre Havbrug

„Wir haben viel Zeit in die Aquakultur investiert und hart daran gearbeitet. Für mich ist es wichtig zu sagen, dass ich nicht generell gegen Aquakultur bin, wenn sie die Umweltgenehmigungen erfüllen, die sie einhalten sollen“, sagt Lene Tingleff (Venstre / Rechtsliberale Partei), Vorsitzende des Ausschusses für Technologie in der Kommune Hedensted.

Lene Tingleff sieht den Vorschlag der Regierung, die Aquakulturproduktion vom Meer an Land zu bringen, mit Interesse und sagt: „Ich finde es wirklich aufregend. Es gibt gute Aussichten, dass die Fischproduktion an Land verlagert wird, so dass Sie die Produktion besser kontrollieren und überwachen und steuern können, was das Unternehmen abgibt.“

Lene Tingleff möchte den Vorschlag zur Verlagerung der Aquakultur an Land prüfen, teilt jedoch nicht die Ansicht, dass die Aquakultur generell rückläufig ist.

Die Kritik, dass die Aquakultur im Allgemeinen die Meeresumwelt schädigt, ist jedoch keine Ansicht, die Lene Tingleff teilt. „Nein, dem stimme ich grundsätzlich nicht zu. Ich bin nicht gegen die Aquakultur, wenn sie den vom Umweltministerium festgelegten Umweltgenehmigungen entspricht.

von

Günter Schwarz – 28.08.2019