(Herning) – Oper soll nicht nur für das „feine Kulturelle“ sein, heißt es in Herning, wo am Wochenende ein Festival für klassische Musik stattgefunden hat. An vergangenen Wochenende gab es viele Gelegenheiten, Oper und klassische Musik in Herning Open Air und live zu erleben, als die erste Ausgabe des Herninger Opernfestivals stattfand.

„Das Festival hat den Versuch gemacht, mit der Vorstellung aufzuräumen, dass die Oper nur das „feine kulturelle Publikum“ anspricht. Das war auch der Grund, warum es im Rahnen des Programms auf dem Platz vor der Bühne von Opernbingo über Bieroper bis hin zu Opernbrunch alles gab – das alles, um die alte Kunstform wieder ein wenig populärer zu machen“, sagt der Vorsitzende des Festivals, Helge Sander.

„Es gab garantiert vielen Menschen, Erlebnisse in Bezug auf eine Kunstform zu begegnen, die hier westlich des Jütlandkamms nicht sehr verbreitet ist. Ich bin überzeugt, dass es viele Menschen gibt, die Erfahrungen auf einem neuen Gebiet sammeln konnten, wenn man sich nur damit etwas vertraut macht“, sagt Helge Sander.

Es mag nach einem schwierigen Vorhaben klingen, die Oper auf einer populären Ebene bekannter zu machen. Amalie Bülow Friis, die selbst im MidtVest Pigekor (Mittelwest Mädchenchor) singt, ist jedoch zuversichtlich. „Singen sollte etwas sein, das uns alle glücklicher macht und uns zu einer besseren Gemeinschaft macht. Es ist ein ganz besonderes Gefühl, das schwer zu beschreiben ist, das aber meiner Meinung nach jeder durch ein solches Ereignis erleben kann“, sagt Amalie Bülow Friis.

20 Solisten, drei Chöre und mehrere Musiker haben zut „Tonkulisse“ des Festivals in Herning beigetragen. Die Veranstalter erwarten, bald entscheiden zu können, ob das Festival im nächsten Jahr wiederholt werden wird.

von

Günter Schwarz – 02.09.2019