(Avnede / Lolland) – Als der Kirchenrat in Avnede in Lolland angewiesen wurde, auf dem Friedhof eine Toilette zu bauen, stieß er auf Widerstand. Aber dann haben sie eine unerwartete Entdeckung gemacht.

Es wurde im Kirchenrat der Avnede-Kirche nicht mit Kusshand entgegengenommen, als vor 10 Jahren aufgrund einer neuen Bestimmung für die dänischen Friedhöfe der Bau einer Toilette auf dem Friedhof in Avnede auf Lolland angeordnet wurde.

Es wäre als zu teuer und zu umständlich, und das Geld könnte besser ausgegeben werden, kritisiert. Das Murren des Kirchenrats hat sich jedoch inzwischen in ein Lächeln verwandelt, denn als ein Bagger den Boden für das Fundament des geplanten Zoilettenhäuschens aushob, stieß er auf einen sehr feuchten Boden und vermutlich auf eine Quelle, von der ein Archäologe des Nationalmuseums glaubt, dass sie mit Sankt Laurentius‘ Heilige Quelle in Verbindung steht – eine Heilquelle, die in alten Legenden beschrieben wird und von der keine Angaben vorliegen, wo genau sie war.

Die Überraschung war groß, als die Ausgrabungsarbeiten begannen.

Der Ort ist immer noch nicht mit Sicherheit bekannt, und die Legende besagt, dass die Quelle nahe eines Strandes entsprungen sein soll. Es gibt jedoch keinen Strand an der Kirche von Avnede, deren Geschichte bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht und eine der ältesten auf Lolland ist. Aber man kann aus dem lokalen Archiv ersehen, dass es dort einmal einen Strand gab, und das bekräftigt die Überzeugung, dass dieses Sankt Laurentius‘ Heilige Quelle ist.

Heute fließt das Wasser der heiligen Quelle über einen großen Felsen, umgeben von einer Steinumrandung mit Blumen und Gras.

„Wir sind sehr stolz darauf, ja, wir können nicht verhehlen, dass wir es sind“, sagt Bente Thomsen, Küsterin der Kirche in der Avnede.

Neben den modernen Sanitäranlagen in der alten Kapelle können die Besucher der Kirche nun den auch den Anblick und das Rauschen der heiligen Quelle wieder genießen.

Die Avnede Kirke mit dem dazugehörigen Friedhof kann auch den Grabstein des bekannten westindischen Victor Cornelins präsentieren.

von

Günter Schwarz – 04.09.2019