(Appen) – Bei der in der Feldmark bei Appen im Kreis Pinneberg entdeckten Toten handelt es sich um eine 68 Jahre alte Frau aus Münster in Nordrhein-Westfalen. Das hat die Staatsanwaltschaft Münster am Mittwoch mitgeteilt.

Die Frau sei demnach einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Haftbefehl wegen des Verdachts des Mordes gegen den 52 Jahre alten Neffen der Frau erlassen. Spezialkräfte der Polizei nahmen ihn am Mittwoch in seinem Wohnort im Kreis Pinneberg fest.

„Als Todesursache konnte eine massive Gewalteinwirkung gegen den Hals festgestellt werden“, erklärte der Münsteraner Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Die stellvertretende Leiterin der Mordkommission, Julika Böhlendorf, sagte: „Wir fanden Hinweise darauf, dass die 68-Jährige dem 52-Jährigen einen fünfstelligen Geldbetrag geliehen hat. Dieses Geld wurde von der Münsteranerin zurückgefordert. Es kam vermutlich zu einem Streit, in dessen Verlauf der Beschuldigte seine Tante getötet haben soll.“

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Beschuldigte anschließend mit der Leiche im Auto knapp 300 Kilometer von Münster nach Hause in den Kreis Pinneberg gefahren ist und die Tote dann an dem Teich in der Feldmark abgelegt hat. Der Neffe äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen.

Die 68-Jährige war Anfang August verschwunden. Am vergangenen Freitag, dem 30.08.2019, hatte eine Spaziergängerin bei Appen ihre Leiche an einem Teich entdeckt. Zunächst war unklar, wer die Tote ist und was die Todesursache war. Jetzt hat die Hamburger Rechtsmedizin festgestellt, dass es sich „zweifelsfrei“ um die Vermisste aus Münster handelt.

von

Günter Schwarz – 04.09.2019