(Fanø) – Bei dem Konzert des Entertainers und Sängers Allan Olsen am Freitag standen nur 150 Sitzplätze in einer relativ kleinen Gemeinde zur Verfügung, aber Allen Olsens Tournee besucht diese kleinen Veranstaltungsorte absichtlich.

Am Freitag sang und spielte Allan Olsen auf Fanø. Es ist eine kleine Wattenmeerinsel, die wahrscheinlich nicht in der Lage sein wird, eine Veranstaltung mit mehreren tausend Besuchern durchzuführen, aber genau darum geht es auch nicht. Allan Olsen reist durch die Versammlungshäuser „am Rande Dänemarks“, um die Kultur der dünn besiedelten Gebiete des Landes zu fördern.

Der 63-jährige Sänger trat um 20:00 Uhr auf der Bühne der Räumlichkeiten der Fanø Håndværker- Og Industriforenings (Handwerker- und Industrieverband) auf. Der Veranstaltungsort bot 150 Sitzplätze, und diese Versammlungshalle auf Fanø ist sogar eine der großen Veranstaltungsorte der Insel.

Allan Olsen hält es für besonders wichtig, Dänemarks unbekannte und dünn besiedelten Gegenden zu unterstützen. „Es gibt rund 6 Millionen Menschen in diesem Land, und die Hälfte von ihnen lebt in den 4 bis 5 größten Städten, der Rest lebt auf dem Land in Hønseby, Katterød, Klitmøller und wie auch immer diese Orte heißen“, sagt er.

So ein Musikabend ist nicht nur eine Stunde Unterhaltung für die Inselbewohner. Es kann auch den Fokus auf eine kleine Gemeinde wie Fanø richten. „Es ist wirklich schön, wenn große Künstler wie Allan Olsen in den kleinen Orten vorbeischauen, weil es viel positive Publizität und einen gewissen Fokus auf die kleinen Gemeinden wie Fanø wirft“, sagt Ulla Gudmundsen, Vorsitzende der Fanø Håndværker- Og Industriforening. wo Allan Olsen auftrat.

Man darf die kleinen Orte nicht komplett abschreiben, denn sie werden in Zukunft für viele Menschben attraktiv sein, glaubt Allan Olsen.

„Es ist fast alles von Schulen über Läden, Gaststätten usw. bis auf wenige Ausnahmen geschlossen – dort wo jetzt der Wolf einzieht und die Leute weg sind. Aber ich denke tatsächlich, dass die Entwicklung in Zukunft in die entgegengesetzte Richtung geht. Ich denke, dass die kleinen Orte drei Vorteile haben, um die sich die Menschen in den nächsten 20 Jahren am meisten reißen werden: Frische Luft, sauberes Wasser und Frieden und Ruhe!“ sagt er.

Wenn Allan Olsen die Bühne betritt, wissen weder das Publikum noch Allan Olsen selbst, welche Songs er spielen wird. Das entscheidet er spontan, sobald er auf der Bühne steht.

„Ich weiß nicht, wer die Leute sind. Das muss ich erst erspüren. Es kann durchaus sein, dass der Regen gegen das Fenster peitscht, und dann singe ich Lieder, die dazu passen. Wenn es sich um ein überwiegend gut gekleidetes Publikum in schönen Klamotten handelt, kann ich auch andere Songs spielen und singen. Obwohl ich zuvor nicht weiß, für wen ich spiele, übernehme ich die Verantwortung dafür, dass es ein guter Abend für das Publikum wird und die Leute das Gefühl haben, zumindest das erhalten zu haben, wofür sie bezahlt haben“, versichert Allan Olsen.

Ryon und Nina Petersen sind zwei der Konzertbesucher, die in der Halle Platz genommen haben. Es sind jedoch nicht nur ihre Nachbarn, die um sie herum sitzen. Einige der Konzertgäste sind neue Gesichter, die mit der Fähre nach Fanø gekommen sind.

„Ich freue mich darauf, Spaß zu verbreiten, und ich kann sehen, dass die Hälfte der Gäste, die hier sind, mit der Fähre herübergekommen sind“, sagt Allan Olsen.

von

Günter Schwarz – 14.09.2019