(Sønderborg) – Mit einem Promillegehalt von mindestens 3,59 ‰ erschreckte ein 62-jähriger Freizeitskipper den Hafen von Sønderborg, wo er mit einem Fischerboot den Kai mehrmals rammte.

Vor etwas mehr als einem Jahr, am Freitag, dem 14. September, schuf ein heute 62-jähriger Freizeitskipper große Verwüstungen und gefährliche Situationen für andere Boote, als er mit seinem sechs Meter langen Fischerboot im Zick-Zack im Hafen von Sønderborg herumfuhr, um ein Kai anzulaufen.

Das Hafenbüro rief die Polizei und eine Polizeipatrouille konnte den Skipper schließlich stoppen und das Boot festmachen.

Der 62-Jährige musste sich gestern vor dem Gericht in Sønderborg dafür verantworten und war wegen seiner „Alkoholfahrt“ mit mindestens 3,59 ‰ angeklagt..

Der Staatsanwalt Lars Viereck von der Syd- og Sønderjyllands Politi (Süd- und Südjütländischen Polizei) teilte mit, dass der Schiffsführer des Boots laut Polizeibericht nicht auf den eigenen Beinen stehen konnte und von den Beamten fast an Land gezogen werden musste – und die Blutuntersuchung ergab, dass er mit einen Promillegehalt von 3,59 ‰ Alkohol im Blut herumgefahren war.

Es ist eine Promillezahl, die viele andere Menschen schon bewusstlos machen würde. Vor Gericht erklärte der 62-Jährige, er habe seine Fischernetze geprüft und sich nicht besonders betrunken gefühlt.

Auf der Grundlage des Verhaltens wurde der 62-jährige aus Sønderborg für schuldig befunden und zu 20 Tagen Gefängnis und dem Verlust zum Führen eines Bootes für ein Jahr verurteilt.

Promilleauswirkungen:

  • 0,2 – 0,5 ‰: leicht befreiendes Gefühl
  • Zwischen 0,5 und 0,7 ‰: Trinker wird unkritischer und risikobereiter, und wer vorher gute Laune hatte, bekommt eine noch bessere. Wer dagegen vor dem Beginn des Trinkens depressiv war, wird möglicherweise noch depressiver.
  • 0,8 – 1,4 ‰: deutlicher Verlust an Hemmung, Müdigkeit und Lethargie tritt ein. Beeinträchtigte Urteilsfähigkeit. Übelkeit beginnt. Beeinträchtigung im Gleichgewicht und das Torkeln setzt ein. Alkohol wirkt sich auf das Gehirn aus.
  • 1,5 – 2,9 ‰: schwere Gleichgewichtsprobleme und Schwierigkeiten beim Gehen. Hypnotischer Zustand kann sich einstellen. Reduziertes Gedächtnis, Vollnarkose und beginnende Gefahr der Bewusstlosigkeit.
  • 3.00 – 3.9 ‰: progressive Betäubung, Bewusstlosigkeit, Koma.
  • 4,00 ‰: Tödliche Dosis. Das Sterberisiko liegt bei 50 Prozent.

Quelle: Sundhed.dk

von

Günter Schwarz – 19.09.2019