(Ho) – 959 Unterschriften überreichte Vardes Bürgermeister zum Protest gegen die Pläne der Bauplaner, die im Dorf Ho wenige Kilometer östlich von Blåvand ein Hotel und eine Ferienhaussiedlung erstellen möchten.

Ann Selkie lebt erst drei Jahre wieder in Ho. Aber ihre Eltern leben schon seit 30 Jahren im Dorf. Sie sagt: „Ho ist mein Herzblut. Ich liebe es hier zu sein. Vor allem wegen der Ruhe hier.“

Aber sie ist besorgt, weil es Pläne bekannt geworden sind, dass am Dorfrand 80 Ferienhäuser und ein Hotel mit 130 Zimmereinheiten gebaut werden. Die Pläne befinden sich in der sogenannten Auslegungphase, in der sie eingesehen werden können, so dass Anlieger Lob oder Einwände gegen die beiden Projekte vorbringen können.

Ann Selkie schloss sich der Bürgerinitiative an: „Ruhe ist das Beste!“ Jetzt protestiert sie gegen 80 Ferienhäuser und 130 Hotelzimmereinheiten in der Nähe ihres Hauses.

Ann Selkie schloss sich der Bürgerinitiative an, um die Kommunalpolitiker davon zu überzeugen, dass Bauen eine schlechte Idee ist. Sowohl für die Natur des Dorfes als auch für die dortigen Bewohner.

„Es besteht kein Zweifel, dass es viel mehr Verkehr durch Ho bedeuten wird. Wir stellen bereits fest, dass der Verkehr nach der Eröffnung des Tirpitz-Museums viel stärker geworden ist. Wir wollen kein Blåvand 2 werden“, sagt sie und verweist auf die Verkehrsprobleme, auf die auch viele Bürger von Blåvand hinweisen.

Jetzt hatte die Bürgerinitiative die gesamten 25 Mitglieder des Kommunalrats nach Ho eingeladen, von denen 13 erschienen. Ihnen wurde gesagt, warum das kleine Dorf mit weniger als 200 Einwohnern die beiden touristischen Projekte nicht haben will.

Christina Pagaard Thomsen mit den 959 Protest-Unterschriften gegen zwei touristischen Projekte, 80 Ferienhäuser und 130 Hotelbetten in dem kleinen Dorf bauen zu wollen.

Die Initiative hatte aus Protest gegen die Pläne 959 Unterschriften gesammelt. Unterschriften, die Bürgermeister Erik Buhl (Venstre / Rechtliberale Partei), im Empfang nahm.

Die Proteste:

  • Wir wollen keine größeren Gebäude im grünen Keil von dem Ho Kliff in Richtung Ho Bugt (Bucht).
  • Wir nehmen den Schutz der dörflichen Umwelt, des Grünkeils und der gefährdeten Arten von Ho ernst und können uns daher nicht den Bauplänen anschließen.
  • Wir empfehlen, den Ausbau des Skallingevej 5 am Blåvandshuk Golfcenter als Umgehung zu genehmigen, an dem sich schon Gebäude befinden und wo einige weitere Häuser im Ho-Stil gebaut werden können. Die Genehmigung für den vollstänigen Ausbau des Skallingevej 5 zur Ferienhaussiedlung wird abgelehnt.

Der Bürgermeister lobte die Beteiligung der Ho-Bürger an dem Fall und sagte mit einem ironischen Lächeln, dass er keinen Zweifel daran habe, was die Bürgerinitiative von den Bauplänen hält.

Erik Buhl betonte, dass der Fall noch nicht abgeschlossen sei. Zunächst muss die Antwort der Auslegungsphase durchgesehen werden. Dann kommt es zu einer politischen Bearbeitung. „Wir wollen mehr Touristen. Natürlich hat die Kommune Varde nicht so viele Entwicklungsmöglichkeiten wie die Kommunen im Osten, deshalb ist der Tourismus für uns wichtig. Aber es ist klar, dass es eine Balance geben muss, an der wir arbeiten müssen“, sagte Erik Buhl.

13 der 25 Stadtratspolitiker sind zum Treffen mit der Bürgerinitiative in Ho erschienen. Hier Line Berner (Venstre), Holger Grumme (Radikale Venste) und Anne Cathrine Höxcer Nielsen (Socialdemokraterne).

Christina Pagaard Thomsen vom Ho Kro ist tief besorgt über die Pläne und sagte: „Die Projekte sind zu gewalttätig. Schließlich geht es nicht nur darum, viele Touristen nach Ho zu locken. Es geht auch darum, auf welche Touristen wir uns konzentrieren sollten.“

Die Kommunalpolitiker und die Bürgerinitiative gingen dann auf Planer Jens Jessens Sande zu, um sich buchstäblich einen Überblick über die beiden Bauvorhaben zu verschaffen.

Ann Selkie: „Ich hoffe wirklich, dass die Politiker zu den Bauplänen Nein sagen. In Bezug auf die Natur hier und in Bezug auf uns, die wir in Ho leben.

Skallingevej 5:

  • Hotel mit 130 Zimmereinheiten und Einrichtungen.
  • Der Golfclub Blåvandshuk möchte den Besuchern die Möglichkeit geben, die Nacht in der Natur zu verbringen. Der Golfclub konzentriert sich auch auf Outdoor-Aktivitäten wie Mountainbiken, Wandern, Natur-Wellness und mehr.
  • In Verbindung mit dem Hotel möchten sie eine Reihe von Einrichtungen einrichten, darunter ein Restaurant, ein Lebensmittelgeschäft und Konferenzräume.

Skallingevej 6:

  • Ferienhaussiedlung mit Gemeinschaftseinrichtungen.
  • Es werden bis zu 80 Wohneinheiten gebaut. Hier kann Touristen Unterkunft in natürlicher Umgebung angeboten werden.
  • Das Projekt soll als flexibles Hotel etabliert werden. Um die Häuser herum sind Parkplätze mit maximal 20 Standplätzen angelegt.
  • Der örtliche Plan sieht Bestimmungen für die Erhaltung von Skallingevej 6 vor, damit die denkmalgeschützten Gebäude und Strukturen erhalten bleiben.
Das Plakat hier reizt Kmmunalopolitiker, indem es den Slogan der Kommune Varde „Vi i naturen“ (Wir in der Natur) in das der Bürger von Ho ändert, die sagen: „Vi ER naturen“ (Wir SIND Natur).

von

Günter Schwarz – 24.09.2019