(Stevns Klint) – Sieben verschiedene Schneckenarten, die in der Zeit des Aussterbens der Dinosaurier lebten, wurden auf der Halbinsel Stevns im Osten Sjællands (Seelands) gefunden. Sie wurden jetzt nach ihren Fundorten benannt.

Es ist Millionen von Jahren her, seit sie im Meer lebten, wo sich jetzt das Stevns Klint (Klippe) befindet. Wie vom Østsjællands Museum (Ostseeland-Museum) in einer Pressmitteilung gemeldet, wurden kürzlich sieben neue Stevns-Schneckenarten entdeckt und wissenschaftlich dokumentiert.

Die Schnecken lebten auf dem Meeresboden in dem Gebiet, in dem sich heute die Klippe erhebt – und sie wurden im Zusammenhang mit Analysen der Schichten direkt unter und insbesondere direkt über den Fischen gefunden, die einst lebten, als die Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren ausstarben.

Hinter der Entdeckung steht der Paläontologe Thomas Hansen, der täglich bei Tommestrup arbeitet. Durch das Østsjællands Museum sammelte und kartografierte er die Überreste der Tiere im Stevns Klint in den Jahren 2010-2011. Das Projekt war Teil der Vorbereitungen, um das Stevns Klint auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes zu setzen.

Die Karte zeigt, wo die Rødvig-Schnecke gefunden wurde. Foto: Østsjællands Museum

Die Kartierung der Funde hat acht Jahre gedauert, und die neuen Schneckenarten wurden nach den Stellen auf der Klippe benannt, an denen sie gefunden wurden. Beispielsweise wird die Schnecke Ceratia rodvigensis gefunden und nach Rødvig und Ageria skeldervigensis und Epetrium skeldervigensis benannt, die beide in Skeldervig vorkommen.

„Dass man immer noch so viele neue unbeschriebene Arten finden kann, unterstreicht einmal mehr, wie wichtig eine geologische Stätte wie das Stevns Klint ist“, sagt Museumsinspektor Jesper Milàn vom Geomuseum Faxe, das zum Østsjællands Museum gehört.

„Die meisten Schnecken sind derzeit noch im Staatlichen Naturkundemuseum, aber wir hoffen, dass sie bald im Geomuseum Faxe ausgestellt werden können“, sagt Jesper Milàn.

von

Günter Schwarz – 25.09.2019