(Rubjerg Knude) – Der rasante Abtrag von Sand ist die größte Herausforderung, wenn der Rubjerg Knude Leuchtturm in 3 Wochen bewegt werden wird. Die teuren Maschinen, die den Leuchtturm bewegen sollen, sind anfällig für Sandflug, und dieses kann den Prozess des Versetzens des Leuchtturms durchaus verzögern.

Der Sand bei Rubjerg Knude darf nicht mißachtet werden. Seit mehr als 100 Jahren bereitet er dem Rubjerg Knude Fyr Probleme, und der Sand ist auch für Kjeld Pedersen immer noch eine große Herausforderung, wenn er den 120-jährigen Mann bewegen soll.

Wenn am Tag der Versetzung viel Sand weht, läuft es nicht, da die Rollen zum Anheben des Leuchtturms extrem teuer sind und deren Lager aus Bronzelager bestehen. Wenn Sand da hineinbläst, gibt es Probleme, da sie das schwere Gewicht tragen müssen“, erklärt Kjeld Pedersen.

Kjeld Pedersen und seine Leute arbeiten seit 1½ Monaten daran, den Leuchtturm zu bewegen. Während dieser Zeit sind erneut große Mengen Sand von der Düne auf der Nordseite des Leuchtturms verschwunden. Der Hang an der Nordseite des Leuchtturms ist jetzt so geneigt, dass der Wind verstärkt wird und der Sandaustritt aus der Düne zunimmt, wenn er von Westen oder Nordwesten weht.

Heute hängt der Leuchtturm fast buchstäblich am Abhang. In 3 Wochen soll sich der Turm 80 Meter landeinwärts bewegen, wo sich der Sand gerade absetzt.

Kjeld Pedersen und seine Leute sind momentan dabei, die letzten Überreste der Ruinen von den alten Häusern rund um den Leuchtturm zu entfernen. Es ist eine Arbeit, die umfangreicher als erwartet ist, da sich sehr viele alte Abfälle aus Holz, Eisen und Kunststoff in Trümmern abgelagert haben.

Insgesamt wurden bisher schon 500 Tonnen Betonteile aus dem Gebiet sowie 50 Tonnen Holz- und Kunststoffabfälle weggeräumt.

3 Meter des Steilhangs vor dem Rubjerg Knude Fyr sind in den vergangenen Wochen verschwunden.

von

Günter Schwarz – 02.10.2019