(Viborg) – Ungefähr 180 Münzen wurden auf einem Feld in der Nähe von Kølsen gefunden. Für das Viborg Museum ist es der größte Münzfund der letzten Zeit. Morten Olsen aus Vorde machte die Entdeckung, als er und ein Freund am 25. September mit Metalldetektoren ein Feld bei Øster Kølsen nördlich von Viborg nach Metall absuchten.

Einige alte Münzen ließen die Metalldetektoren anschlagen, und als die beiden Freunde vorsichtig in den Boden gruben, fanden sie schnell 40 Münzen der gleichen Art. „Dann haben wir aber überlegt und schnell entschieden, dass wir uns lieber an das Viborg Museum wenden sollten“, sagt Morten Olsen.

Und das stellte sich als gute Idee heraus. Das Museum organisierte eine Ausgrabung vor Ort, und nach vier Stunden sorgfältigen Grabens mit Schaufel und Löffel gruben die Archäologen das aus, was sie ohne Zögern als einen großen Münzschatz bezeichneten.

Morten Olsen suchte auf einem Frld bei Kølsen. Foto: Viborg Museum,

Bisher wurden etwa 180 Münzen aus dem frühen und späten 13. Jahrhundert gefunden. „Es ist ein fantastischer Fund. Es besteht kein Zweifel, dass es sich um die größte in jüngster Zeit im Zuständigkeitsbereich des Viborg Museums befindliche Münzfundstelle handelt. Es ist auch der größte Schatz, der mit der Hilfe eines Detektors gefunden wurde“, sagt Museumsinspektor Mikkel Kieldsen vom Viborg Museum in einer Pressemitteilung.

Morten Olsen selbst durfte an der Ausgrabung teilnehmen und war aus guten Gründen sehr aufgeregt. „Ich habe erst seit sechs Monaten meinen Metalldetektor, und dies ist definitiv mein bester Fund. Es war wirklich aufregend und wir rannten voller Freude herum“, sagt er.

Morten Olsen vermutet, dass es in der Gegend möglicherweise mehr Münzen gibt, und das Viborg Museum möchte auch noch nicht angeben, wo genau sich das Feld befindet.

Das Viborg Museum gibt an, dass einige der Münzen unter Erik Menved geprägt wurden, der von 1287 bis 1319 als Erik VI. König von Dänemark war. Unter anderem errichtete er 1313 eine Burg in Borgvold bei Viborg.

Das Museum geht davon aus, dass die Münzen ursprünglich in eine Art Behälter gelegt wurden – möglicherweise in eine Ledergeldbörse, die nach etwa 700 Jahren in der Erde zerfallen ist.

Museumsinspektor Mikkel Kieldsen berichtet über die Münzentdeckung.

von

Günter Schwarz – 04.10.2019