(Feldingbjerg) – In der Kirche von Feldingbjerg wurden die Konsequenzen aus einem rückläufigen Kirchenbesuch gezogen. Die Kirche bleibt jetzt das Winterhalbjahr über geschlossen – und das wird mehr Besucher anziehen.

Wenn Sie gestern, am Sonntag, in der Kirche von Feldingbjerg beten wollten, sind Sie vergebens hingegangen. Die Kirche war geschlossen und wird den ganzen Winter lang nicht mehr geöffnet werden.

Es gibt in der Gemeinde nicht mehr so viele Kirchgänger wie früher, und es lohnt sich nicht, die Kirche jeden Sonntag zu heizen. „Wenn wir es nüchtern betrachten, brauchen wir hier keine Kirche. Aber sie ist nun einmal hier, und dann nutzen wir sie auch gelegentlich“, sagt Ejner Skovhus, der Kirchenratsvorsitzende der Stoholm Sogn (Stoholm Kirchengemeinde).

Die Kirche wird zu einer Gelegenheitskirche umgestaltet, die im Sommer genutzt wird und in der monatlich ein Gottesdienst abgehalten wird.

„Wenn es mehr kirchliche Mitarbeiter als Kirchgänger in einer Gemeinde gibt, muss man sich überlegen, wie und ob man noch Gottesdienste abhält. In Feldingbjerg sind die Gläubigen merklich eingebrochen, und es gibt nicht mehr viele Kirchgänger aus dem Ort. Deshalb nutzen wir die Kirche jetzt nur noch im Sommer, wenn es nicht so viel kostet, sie beheizen zu müssen“, sagt Ejner Skovhus.

Feldingbjerg-Kirche öffnet jedes Jahr zu Ostern und schließt mit einem Herbstgottesdienst im September. Nur am 24. Dezember ist auch sie geöffnet.

Gestern wurde in Skive ein Prozess damit angestoßen, um generell über die Schließung von Kirchen zu diskutieren. Nach den derzeitigen Regeln können die Kosten einer Kirche nicht einfach durch ihre Schließung beseitigt werden. Es gibt auch die Möglichkeit, in Zukunft ihre Instandhaltung über Grabstätten zu finanzieren.

„Wir bemühen uns, keine Kirchen zu schließén. Damit retten wir jedoch nichts, so dass es keinen Sinn macht. Aber wenn die Kirchenräte es wollen, kann es passieren, dass sie Kirchen in Teilen des Jahres zum Beispiel im Winter schließen, und sie dann vielleicht nur im Sommer öffnen“, sagt Henrik Stubkjær, Bischof von Viborg Stift. Das ist das Modell, das sie für die Kirche von Feldingbjerg bei Stoholm gewählt haben.

Es ist ein Modell, das nicht nur Ressourcen spart, sondern auch wesentlich mehr Kirchgänger zum Gang in den Gottesdienst veranlasst. „Wenn wir Gottesdienste haben, sind wir einigermaßen gut besucht, und das ist großartig. Also freue ich mich über diese Entscheidung. Und dann wissen wir auch, dass wir in den Wintermonaten keine Energie verschwenden, wenn die Kirche nicht beheizt werden muss, weil die Beheizung dieser kalten Kirchen viel Geld kostet“, sagt der Kirchengemeinderat.

Die Kirche in Feldingbjerg wird jedes Jahr zu Ostern geöffnet und schließt im September mit einem Herbstgottesdienst. Sie ist auch am 24. Dezember geöffnet.

In Stoholm ist heute die Hauptgemeinde, und dort ist eine neue, große Kirche, die nebden dem sonntäglichen Gottesdienst noch mehrere Aktivitäten bietet.

Es wurde kritisiert, dass der Geistliche in Skive die Kirchensteuer erhöhen möchte. Dieses ist der Prüfstein in Skive, eine neue Diskussion zu beginnen.

von

Günter Schwarz – 07.10.2019

Foto: Feldingbjerg-Kirke