(Tønder) – Erzeuger und Erzeuger fürchten die Kartoffelernte nach Rekordniederschlägen während der Ernte. In anderthalb Monaten sind in Tønder über 300 mm Niederschläge gefallen.

Wenn es schon ein Reinfall war, in der Regenzeit 2017 Kartoffelerzeuger zu sein – dann kann es 2019 für die Bauern noch schlimmer werden. Auf den Katoffeläckern eines Bauern in der Gegend von Skærbæk fielen 331 mm Regen im September und Oktober. Es ist somit die größte Niederschlagsmenge in ganz Dänemark, und sie kann schwerwiegende Folgen für die Kartoffelernte haben.

„Es könnte sehr leicht zu einer Katastrophe für uns kommen, da wir erst zur Hälfte mit der Ernte fertig sind“, sagt der Bauer Klavs Nissen aus Løgumkloster und erläutert weiter: „Es kann Konsequenzen haben, wenn wir zu viele Kartoffeln haben, die wir nicht aus der Erde bekommen. Dann kann es schwierig sein, Gewinn aus dem Verkauf zu machen, und damit könne die Existenzgrundlage auf dem Spiel stehen.“

In der Region um Tønder hat es in anderthalb Monaten nicht weniger als 331 Millimeter geregnet. Und es ist erst Mitte Oktober. Dies ist das Schlimmste, das der Landwirt Klavs Nissen und seine Kollegen seit 10 Jahren erlebt haben.

„In den letzten zehn Jahren war es schon vier Jahre so. Der Regen setzte auch dieses Jahr wieder früh ein. Es ist zu nass, wir kommen mit der Ernte weiter nicht voran“, erklärt er.

Die Kartoffelbauern haben ihre Ernte damit begonnen, indem sie zuerst die höher gelegenen Felder abernteten, obwohl sie sich normalerweise zuerst die tiefer gelegenen Äcker vornehmen.

„Wir können nur hoffen, dass wir trockenes Wetter bekommen und das Wasser wieder versickert, damit wir auch die letzten Kartoffeln aus der Erde kriegen, bevor sie verfaulen“, sagt Klavs Nissen, der sagt, dass es ihm ungefähr 20.000 Kronen (2,680 Euro) pro Morgen Land kostet. (Anmerkung: 1 Morgen = ca. ¼ Hektar = 2.500 m²)

Auch in der Kartoffelmehlfabrik in Toftlund herrscht kein Optimismus. Peter Petersen, Vorsitzender der Kartoffelmehlfabrik Andelsk in Sønderjylland (Südjütland“, sagt: „Es sieht wirklich schlimm aus. Wir haben durchaus das Risiko, kleine Kartoffeln geliefert zu bekommen, die 15 bis 20 Prozent kleiner als normal sind. Wir wissen es noch nicht hundertprozentig, aber es sieht derzeit wirklich schlecht aus.“

Die dänischen Verbraucher werden die schlechte Ernte kaum spüren, aber die ausländischen Kunden. „Wir exportieren 95 Prozent unserer Produkte, und somit wird der dänische Verbraucher die schlechte Ernte kaum spüren, aber unsere Kunden auf der ganzen Welt werden sie zu spüren bekommen“, sagt er.

von

Günter Schwarz – 19.10.2019