(København) – Miljøministerin (Umweltministerin) Lea Wermelin (Socialdemokraterne) wird am Montag über ihre Pläne zum zukünftigen Umgang mit Wölfen im Land sprechen. Sie kündigt eine Reihe neuer Initiativen zur Bewältigung der Probleme mit Wölfen in der dänischen Natur an.

Die Ministerin hat die Presse am Montag zu einem Treffen in Bryrup eingeladen, wo sie über ihre Pläne sprechen wird. Genau das, was die Ministerin zu präsentieren beabsichtigt, ist bisher geheim, aber das Umweltministerium informierte vorab, dass dies eine Aktualisierung des Managementplans ist und dass es unter anderem um die Möglichkeiten geht, das Gebiet zu erweitern, wo man sich Unterstützung für wolfsichere Zäune holen kann.

Die Initiative des Ministerin ist auf mehrere dokumentierte Wolfsangriffe in den letzten Wochen zurückzuführen. Schafe wurden bereits mehrfach angegriffen und gerissen, DNA-Tests haben jedoch auch gezeigt, dass es ein Wolf war, der im September ein Pony tötete, das die Firma „Storålam“ für den Naturschutz in der Naturfläche südwestlich von Holstebro einsetzte.

Es war der erste dokumentierte Angriff auf Ponys bzw. auf ein Pferd in Dänemark.

Umweltministerin Lea Wermelin

Der Administrator der Facebook-Gruppe „ Her er ulven i Danmark“ (Hier ist der Wolf in Dänemark), Erik Poulsen, ist erfreut von den Initiativen, die die Ministerin vorschlägt.

„Ich gehe davon aus, dass dies einige dringende einzuleitende Initiativen sind, da es seit langem anerkannt ist, dass etwas getan werden muss, um den Besitzern von Haus- und Nutztieren zu helfen“, sagt Erik Poulsen, der auch ein ehemaliger Kandidat für das Europäische Parlament für die Partei Venstre (Rechtsliberale Partei) war.

Der aktuelle Managementplan für den Wolf stammt aus dem Jahr 2014. Im vergangenen Jahr stimmte der Vildtforvaltningsrådet (Wildverwaltungsrat) einem neuen Entwurf zu, und seitdem haben sowohl Freunde als auch Gegner des neuen Raubtiers eifrig auf einen Ersatz für den aktuellen Umgang gewartet.

„Nach dem Managementplan besteht kein Risiko für Angriffe auf Rinder und Pferde, aber wir können sehen, dass es im Ausland und jetzt auch im Inland schon Angriffe gegeben hat. Ich erwarte, dass dieses berücksichtigt wird, und es ist auch wichtig zu betonen, dass ein neuer Managementplan erforderlich ist, genau wie die EU auf dem Weg in dieser Richtung ist. Es ist ein grenzüberschreitendes Problem“, sagt Erik Poulsen.

Angriff vom 28. September auf Ponys in der Sandfer Plantage. Es wurde später aufgrund der DNA dokumentiert, dass es ein Wolf war, der mindestens ein Pony tötete.

von

Günter Schwarz – 26.10.2019