Laut einer Studie von der Tageszeitung „Jyllands-Posten“ haben Bürger in mehreren dänischen Kommunen Probleme mit steigendem Grundwasser. Es regnet immer mehr, und wir verbrauchen immer weniger Wasser.

Diese Entwicklung führt dazu, dass das Grundwasser jedes Jahr steigt. In den letzten 30 Jahren – seit 1988 – ist das Grundwasser in Dänemark um einen Meter gestiegen, schreibt die „Jyllands-Posten“. So befindet sich das Grundwasser heute 1,5 Meter unter dem Boden gegenüber 2,5 Metern zuvor, wie aus einer internen Notiz des Verbandes der Wasserunternehmen „Danva“ hervorgeht.

Das steigende Grundwasser trägt dazu bei, dass in Städten wie Vejle, Herning, Holstebro und Silkeborg tiefer gelegene Keller und Gärten überflutet werden.

Laut der „Jyllands-Posten“ hat eine Untersuchung des Magazins der Kommunernes Landsforening (KL / Kommunen Landesvereinigung) „Momentum“ ergeben, dass Bürger in weit mehr als jeder dritten der 63 geprüften Kommunen geantwortet haben, dass sie häufig oder sehr häufig, mit steigendem Grundwasser zu kämpfen haben.

„Steigendes Grundwasser ist ein sehr großes Problem im Zusammenhang mit steigendem Meerwasser und dem Problem, nach starken Regenfällen immer mehr Wasser abzuleiten“, sagte Jacob Bjerregaard (Socialdemokraterne), Bürgermeister von Fredericia und Vorsitzender des Umwelt- und Versorgungsausschusses in KL der „Jyllands-Posten“.

Wenn das Wetter noch feuchter wird, verschlechtert sich die Situation bei ohnehin feuchtem Untergrund zunehmend. Dies ist unter anderem der Fall, wenn Kommunen alte undichte Abwasserkanäle sanieren, die bisher als Entwässerungsrohre dienten und das Wasser so abführten.

Herning ist eine der Städte des Landes, in der man das Gefühl hat, dass das Grundwasser beim Graben im Boden nicht sehr tief ist. Hier halten es die Kommune Herning und das Energieversorgungsunternehmen „Herning Vand“ für eine gute Idee, wenn das Unternehmen beim Austausch der kommunalen Abwasserrohrr zusätzliche Entwässerungsrohre in den Boden einbringen darf.

Laut „Jyllands-Posten“ arbeiten die „KL“ und „Danva“ an einem Vorschlag, wie die Vorschriften so angepasst werden sollten, dass die schlimmsten Probleme im Zusammenhang mit dem Anstieg des Grundwasserspiegels in Dänemark vermieden werden können.

Die Region ertrinkt im Wasser. Der durchschnittliche Niederschlag in Dänemark ist in den letzten 150 Jahren um 20-25 Prozent gestiegen. Dies entspricht 100 Millimetern, was bedeutet, dass das Grundwasser so hoch steht, dass es an mehreren Orten zu Problemen kommt.

von

Günter Schwarz – 29.10.2019