(Bogense) – Gyldensteen Gods (Gut Gyldensteen) in Bogense ist Fyns (Fünens) größter Kürbis-Produzent und schickte zum gestrigen Halloweenstag 300.000 Kürbisse an die Dänen.

Am Donnerstagabend, als die Kinder mit blutigen Wunden, fantasievollen Gewändern und Reißzähnen an die Häuser und Wohnungen kamen und mit „Slik eller Bagatelle“ (Süßes oder Saures) um Süßigkeiten nachsuchten, begegneten sie an vielen Türen oder in Fenstern einem Kürbiskopf mit Lichtern.

In nur fünf Jahren hat die Fläche der Kürbisfelder um fast 50 Prozent zugenommen, was einem Zuwachs von 114 Morgen (Anmerkung: 1 Morgen = ¼ Hektar = 2.500 m²) mit Kürbis entspricht.

Auf dem Gyldensteen Gods in Bogense erfährt der Gutsherr Frants Bernstorff-Gyldensteen auf seinem eigenen Land, wie die Nachfrage gestiegen ist, seit er vor zehn Jahren begonnen hat, Kürbis anzubauen.

Vor zehn Jahren wurde Frants Bernstorff-Gyldensteen von einem Kunden angerufen und gefragt, ob er nicht auch Kürbisse anbauen möchte.

Frants Bernstorff-Gyldensteen hatte ein gutes Kürbisjahr.

„Also haben wir es in den ersten Jahren versucht, auf einem Hektar Land 5.000 Kürbisse anzubauen. Es war anfangs etwas umständlich, aber wir machten trotzdem weiter. Und heute züchten wir auf 60 Hektar Kürbisse und verkaufen auf der anderen Seite jährlich 300.000 Stück“, sagt der Gutsbesitzer.

Doch nicht nur anlässlich der Halloween-Feiern am Donnerstag hat Gyldensteen Gods so viele Kürbisse verkauft. Auch in der Küche haben die Dänen begonnen, den Kürbis mehr für Kürbissuppen, Brot, Kuchen und mehr zu verwenden. „Die Nachfrage ist langsam über zehn Jahre gestiegen und wird immer größer. Und der Markt wächst stetig“, sagt Frants Bernstorff-Gyldensteen.

Die feuchte Witterung hat Gyldensteen Gods viel mehr Kürbisse beschert, als es normalerweise der Fall ist. „Aufgrund des Wetters, das wir nicht kontrollieren können, sind mehr Früchte pro Pflanze hervorgekommen, und dieses hat dazu geführt, dass sie im Durchschnitt etwas kleiner sind, als wir es erwartet haben. Aber sie sind von guter Qualität, tatsächlich viel besser als gewöhnlich. Deshalb sind wir noch auf den Feldern bei der Ernte.

Gyldensteen Gods liefert Kürbisse an zwei große Supermarktketten und die Themenparks Legoland und Djurs Sommerland. Insbesondere bis zum 31. Oktober konnten die Umsätze merklich gesteigert werden.

Es gibt noch Kürbisse auf dem Feld. Das liegt daran, dass aufgrund des Wetters mehr Kürbisse als sonst gewachsen sind.

„Es ist ein bisschen wie mit Weihnachtsbäumen. Am 25. Dezember, nach Heiligabend, gibt es kein Geld mehr für Weihnachtsbäume, und das ist ein bisschen wie bei den Kürbissen“, sagt Frants Bernstorff-Gyldensteen.

Im April beginnt wieder der Kürbisanbau, und hoffentlich werden sie so zahlreich und großartig wie in diesem Jahr für Halloween 2020.

von

Günter Schwarz – 01.11.2019