(Lønstrup / Søndervig) – Tonnenweise hätte jetzt Sand entlang der Küste Jütlands gepumpt werden müssen, aber eine Beschwerde eines Anliegers haben die Arbeiten zum Erliegen gebracht. Zu dieser Zeit pumpt die Küstenverwaltung in der Regel viel Sand entlang der Westküste Jyllands (Jütlands), um die Küste vor Erosion zu schützen.

Aber in diesem Jahr geschieht es nicht, da ein Bürger sich über die Sandaufspülung beschwert hat, und die Beschwerde habe aufschiebende Wirkung, schreibt „Jyllands-Posten“. Das bedeutet, dass sie in diesem Jahr in den Sommerferiengebieten Lønstrup und Søndervig wahrscheinlich nicht mit der Aufspülung von weggespülten Sandstränden vor der Küste beginnen werden.

„Wir hoffen, dass wir die Sandaufspülung um ein Jahr verschieben können und es in diesem Jahr nicht zu einem großen Sturm kommt“, sagt Hans Erik Cutoi-Toft, Leiter des Küstenzonenmanagements in der Küstendirektion, der Zeitung.

Seit den 1970er Jahren wird Sand angespült, um zu verhindern, dass das Meer zu weit in die Küsten vordringt, wo möglicherweise Ferienhäuser bedroht sind.

Die Küstenverwaltung hat mehr als drei Monate gewartet, bis die Arbeiten in Lønstrup in der Jammerbugt und südlich von Søndervig am Holmsland Klit aufgenommen werden sollten. Die Zeit rinnt dahin und Wind und Wetter machen es bald zu spät, um mit der diesjährigen Arbeit zu beginnen.

Es liegt an einer Beschwerde vor Gericht eines Landbesitzers, dass die Küstendirektion noch nicht damit begonnen hat, Sand an die Küste zu pumpen.

„Sand genug ist momentan nicht an den Stränden, aber uns sind die Hände gebunden. Deshalb ist es meiner Meinung nach geschmacklos und obszön, dass ein einzelner Bürger auf diese Weise die Sandaufspülung verhindert“, sagt Erling Mikkelsen, Vorsitzender des Grundbesitzerverbandes Strandfogedgården / Lønstrup, zu „Jyllands-Posten“.

Der Bürger, der sich über die Sandaufspülung beschwert und Klage eingereicht hat, ist Poul Jakobsen aus Skagen. Er selbst hat eine Art von Drainagerohren erfunden, die am Holmsland Klit im Sand vergraben sind. Die Wirkung dieser Rohre ist umstritten und Poul Jakobsen wurde gebeten, diese wieder zu entfernen.

„Ich habe Klage erhoben, weil ich nicht der Meinung bin, dass man nicht das Geld von Steuerzahlern für eine Methode ausgeben sollte, die nicht funktioniert. Der Sand verschwindet wieder nach dem ersten Sturm. Ich kann die Erosion viel billiger stoppen“, meint Poul Jakobsen zur „Jyllands-Posten“.

von

Günter Schwarz – 05.11.2019