Der private dänische Fond „Realdania“, der im Jahr 2000 nach dem Verkauf der Realkredit Danmark an die Danske Bank mit einem Kapital von rund 20 Milliarden Kronen (2,7 Milliarden Euro) gegründet wurde, hat bekanntgegeben, welche Projekte finanziell unterstützt werden – und neben einer Million Spenden für Lildstrand und Küstenterrassen gibt es auch Geld für Projekte in Hirtshals und in Nørager.

Dänemarks Nordjyskerne (Nordjüten) sprudeln vor Projektideen, die der lokale Gemeinschaft nützen, sie stärken und eine nachhaltige Entwicklung unterstützen. Die Projekte in Nordjylland (Nordjütland) gehören zu den 19 neuen „Ildsjæleprojekter“ (Dringlichkeitsprojekten), die Realdania finanziell unterstützen will, um ihre Projektträume zu verwirklichen. Es geschieht im Rahmen von Realdanias Ildsjælekampagne „Underværker“ (Wunder).

Im Hafen von Hirtshals verwandelt der Verein „Bibiana Denmark“ eine ehemalige Woll- und Schleppnetzbinderei, die in den nächsten 5 Jahren als Kinderkulturhaus für ganz Nordjylland dienen wird. Das Haus soll zur Grundlage für kreative und künstlerische Bau- und Architekturprojekte insbesondere für die Kinder der Stadt werden. Für das Projekt „Børns Stemme – Fremtidens Hirtshals“ (Kinderstimme – Die Zukunft von Hirtshals“ spendet Realdania 200.000 Kronen (27.760 Euro).

Und in Nørager in der Kommune Rebild wird eine Gruppe junger Leute aus dem örtlichen Studenten- und Gemeinderat einen Bühnenbereich, einen „Entspannungsbereich“ und einen Ort zum Verweilen und Lernen für Aktivitäten in der ganzen Stadt schaffen – von der Revue über eine Kulturschule mit Vorträgen, kleine lokale Konzerte und Musik Freilufttheater. Das Projekt heißt „Platform X – ‚eXperiment’“, eine bereits bestehende jugendorientierte Outdoor-Umgebung zum Nutzen und zur Inspiration aller Bürger der Stadt. Für dieses Projekt erhalten Sie jetzt 250.000 Kronen (33.450 Euro).

In Lildstrand bei Thisted haben sich die Bürger zusammengeschlossen, um am Schiffsanleger Küstenterrassen zu errichten – dem Ort, an dem sich Einheimische und Touristen treffen. Ziel ist es, die Küstenterrassen zu einer architektonischen Attraktion zu machen und die Sicherheit der Nutzer zu verbessern. Für dieses Projekt sollenr eine Million Kronen (133.800 Euro) ausgegeben werden.

Die drei Projekte wurden aus insgesamt 110 Bewerbungen aus dem ganzen Land ausgewählt. Seit 2014 hat die Kampagne einen finanziellen Beitrag zu mehr als 145 freiwilligen Projekten geleistet. Jetzt sind über Dänemark verteilt weitere 19 Projekte einen Schritt weiter auf dem Weg zur Realisierung – und drei davon aus Nordjütland. Den ausgewählten Projekten ist gemeinsam, dass die Initiatoren Gebäude und städtische Räume bauen, renovieren und umgestalten, um so das Sprungbrett für mehr lokale Gemeinschaft, neue Aktivitäten und nachhaltige Lösungen zu schaffen.

„Bei ,Realdania‘ freuen wir uns, wieder freiwillige Anstrengungen unterstützen zu können – nicht zuletzt aus Nordjylland, wo das freiwillige Engagement bereits floriert. Wo andere Probleme sehen, sehen wir Chancen. Die Nordjüten sind Spitzenreiter, sie tun etwas in eigener Sache und haben den Mut, neue Wege zu beschreiten, und wir freuen uns jetzt darauf, den Weg der Projekte zur Realisierung zu verfolgen“, sagt Astrid Bruus Thomsen, Programmmanagerin bei „Realdania“.

von

Günter Schwarz – 21.11.2019