(København) – Das Busunternehmen „Movia“ setzte am gestrigen Sonntag in København und Frederiksberg erstmals 48 Elektrobusse ein. Dieses geschieht im Rahmen der CO₂-Reduktion. Der Sonntag war somit an mehreren Orten in der Metropolregion ein großer Umstieg auf die neuen Busse.

Während die an die Hauptstadt angrenzenden Kommunen Ballerup und Egedal schon am Samstag die Einführung von Elektrobussen auf drei Buslinien feierten, wurden in der Hauptstadt København und in Frederiksberg am Sonntag 48 Elektrobusse auf die Straße gebracht. Die Flotte der Elektrobusse ersetzt die bisherigen Dieselbusse.

Laut dem für den Betrieb zuständigen Busunternehmen „Movia“ bedeutet die Umstellung auf Elektrizität, dass die jährlichen CO₂-Emissionen der Busse in København und Frederiksberg um 4.300 Tonnen gesenkt werden. Das entspricht 22 Prozent des Stroms.

Verkehrsminister Benny Engelbrecht (Socialdemokraterne) war zur Einweihung der neuen Busse anwesend und sieht darin einen Schritt auf dem Weg zu einem vollständig umweltfreundlichen Busbetrieb in den kommenden Jahren.

„Mit den neuen Elektrobussen ist in den Kommunen København und Frederiksberg die umweltfreundliche Umstellung auf Null in vollem Gange. Insofern unterstützen wir die Städte diesbezüglich“, sagte Verkehrsminister Benny Engelbrecht in einer Pressemitteilung und fuhr fort: „Wir haben erst in der vergangenen Woche ein Finanzgesetz für 2020 verabschiedet, in dem Mittel für die Förderung umweltfreundlicher Busse bereitgestellt wurden. Wir müssen insbesondere im Verkehrssektor über umweltfreundlichere Lösungen nachdenken. Deshalb freue ich mich, dass die beiden Kommunen jetzt Elektrobusse einsetzen, damit wir eine noch klimafreundlichere Hauptstadt mit einer gesünderen städtischen Umwelt bekommen.“

Im kürzlich verabschiedeten Finanzgesetz für 2020 haben die Parteien vereinbart, unter anderem 75 Mio. Kronen (10.04 Mio. Euro) für umweltfreundlichere Busdienste bereitzustellen.

Auch in den Kommunen Ballerup und Egedal wurde am Samstag eine neue Flotte von Elektrobussen auf die Straße gebracht.

Alle Stadtbusse im Öffentlichen Personennahverkehr sollen bis 2025 mit Strom fahren. Die neuen Elektrobusse werden die Linien 2A und 18 bedienen. Wenn es sich jedoch um die Hauptstadt und die Nachbarkommune Frederiksberg handelt, sollen in Kürze alle Buslinien mit Stromantrieb ausgerüstet werden.

In der Stadt København ist geplant, den Busbetrieb erst im Jahr 2025 mit emissionsfreien Bussen zu betreiben, und in Frederiksberg hat der Stadtrat eine Strategie festgelegt, die die Kommune zur „elektrischen Stadt Nummer eins im Land“ machen soll, was auch immer dieses bedeutet.

„Jetzt ist mehr als jeder achte Bus, dem die Københavnerne auf den Straßen der Stadt begegnen, lärmfrei und ohne Ausstoß von CO₂-Emissionen. Es ist ein entscheidender Schritt in Richtung eines grüneren København mit sauberer Luft – und ich freue mich sehr, dass die Regierung der Umstellung auf Elektrobusse Priorität einräumt, damit alle Dänen von grünen Bussen profitieren können“, sagte Frank Jensen (Socialdemokraterne), der Bürgermeister von København.

Unterstützt wird er von dem Bürgermeisterkollegen in Frederiksberg, Simon Aggesen (Det Konservative Folkeparti), der nicht nur Elektrobusse einweihen konnte, sondern in Kürze auch die Einführung von Elektromüllwagen in der gesamten Kommune durchführen wird.

„Eines unserer wichtigen Unterziele ist es, die Nummer eins der Elektroauto-Städte im Land zu werden, und hier zählen natürlich die Nahverkehrsbusse und die weiteren eigenen Fahrzeuge der Kommune. Ich bin mit dieser Zusammenarbeit mit København sehr zufrieden und freue mich auf viele weitere Elektrobusse in der Hauptstadt in den kommenden Jahren“, sagte Simon Aggesen.

Københavns Senat hat mit dem Kon´mmunalhaushalt 2019 beschlossen, dass alle Dieselbusse der Stadt bis 2025 durch Elektrobusse oder Busse mit den entsprechenden Umwelt- und Geräuschmerkmalen ersetzt werden sollen.

von

Günter Schwarz – 09.12.2019