(Sønderborg) – In mehreren Kirchen wurden wertvolle Gegenstände gestohlen. Das veranlasst eine Kirche in Sønderborg, sich sicherer gegen Diebstahl zu wappnen.

In den Kirchen des Landes gibt es viele wertvolle Gegenstände zu stehlen, und im vergangenen Jahr ist es vor allem über das Ribe-Stift hinausgegangen, wo die Zahl der Diebstähle, Raubüberfälle und Einbrüche von 14 im Jahr 2016 auf 23 im Jahr 2018 gestiegen ist.

Die Sankt Marie Kirke in Sonderborg hat dieses ernst genommen und unter anderem Panzerglas, Raumsensoren und Alarmanlagen installiert. „Wir wissen und können sehen, dass die kulturhistorischen Schätze in den Kirchen des Landes immer mehr nachgefragt werden. Es gibt einen Markt in Europa, auf dem man einfach mit diesen Devotionalien und Kunstgegenständen handelt“, sagt Ejler Skerning, Mitglied des Provstiudvalgets (Dekanatsausschusses) in Sønderborg.

Am Mittwoch teilte die Tageszeitung „Kristeligt Dagblad“ mit, dass die vielen Einbrüche, Diebstähle und Raubüberfälle jedes Jahr durchschnittlich in 311 Kirchen verübt werden. Der stellvertretende Polizeiinspektor der Syd- og Sønderjyllands Politi (Süd- und Südjütlands Polizei), Christian Østergaard, fordert deshalb die Kirchen auf, den Dieben den Diebstahl zu erschweren. „Ich denke, es gibt Raum für Verbesserungen. Es ist sehr einfach, in die Kirchen zu gehen, und es ist notwendig, dass die Kirchen dies auf die Tagesordnung setzen und sie besser absichern“, sagt Christian Østergaard.

Die Verantwortung für die Sicherung der Kirchen liege bei den Kirchengemeinderäten, und diese Aufgabe müsse gelöst werden, sagt der Polizeiinspektor. „Eine Kirche zu sichern ist keine Hexerei. Als Kirchengemeinderat muss man sich die Kirche ansehen und denken: Wo sind die Schwachstellen? Wo wird es leicht sein, mit dem Gemeindesilber zu verschwinden? Und dann etwas dagegen unternehmen“, sagt Christian Østergaard.

Solche Gemälde können gestohlen werden.

Die Kirche muss zugänglich sein, und deshalb ist es nicht unbedingt so einfach, denn laut Søren Abildgaard, dem Vorsitzenden der Nationalen Vereinigung der Kirchengemeinderäte, müssen die Räte besonders darauf achten, dass die Kirchen für alle offen sind. „Es sollte kein Ort sein, an dem man sich überwacht fühlt“, sagt der Vorsitzende.

„Die Kirche muss ein heiliger Ort sein, und es ist wichtig, einen Ort zu haben, an dem man mit seinen Gedanken allein sein und Ruhe finden kann, aber natürlich haben wir die Verantwortung, Diebstähle zu vermeiden. Es muss also eine Überlegung angestellt werden, die gegeneinander abgewogen werden muss“, sagt Søren Abildgaard.

Er erkennt an, dass die Kirchen vor Diebstahl geschützt werden, und er sagt, dass jeder Kirchengemeinderat eine spezifische Einschätzung seiner Kirche vornimmt, wobei unter anderem zu prüfen ist, wo sie sich befindet, welchen Zweck der Diebstahlschutz hat und wie eine offene Kirche beibehalten werden kann.

Nach den jüngsten Debatten über Diebstähle in den Kirchen des Landes möchte er jedoch, dass die einzelnen Kirchengemeinderäte den Diebstahlschutz in ihrer Kirche gründlich prüfen und danach handeln. „Ich möchte sie dazu anhalten, darüber nachzudenken, wie sie das richtige Niveau finden, um die Kirchen zu sichern“, sagt Søren Abildgaard.

Die Sankt Marie Kirke in Søndeborg hat Alarmanlagen, Raumsensoren und Panzerglas installiert, um zukünftige Einbrüche zu verhindern.

von

Günter Schwarz – 12.12.2019