(Køge) – Heute hat die Umweltministerin den Strandschutz in 111 dänischen Hafengebieten abgeschafft. Dieses bedeutet mehr Freiheiten in der lokalen Entwicklung. In Køge werden unter anderem Ferienhäuser und Herbergen mit Meerblick gebaut.

Die Kommune Køge hat heute von der Umweltministerin die Genehmigung erhalten, den in Køge Marina bestehenden Strandschutz aufzuheben.

„Es ist sehr verrückt, denn es bedeutet, dass wir mit einem großen Traum weitermachen können, den wir seit vielen Jahren hatten, um hier in unserer Marina Herbergen und Unterkünfte zu bauen, sagt Marie Stærke, Bürgermeisterin der Kommune Køge.

Insgesamt hat das Umweltministerium grünes Licht für die vollständige oder teilweise Aufhebung des Strandschutzes in 111 Hafenkommunen gegeben. Für die Kommunen wird es jetzt einfacher, indem sie die unbebauten Flächen vor Ort entwickeln und nutzen.

Bislang durften Gebiete mit Strandschutz in der Regel nicht innerhalb von 300 Metern Entfernung vom Strand bebaut werden. Die 111 freigegebenen Gebiete stehen im Kontext mit dem Naturschutz und stellen keine nennenswerten Naturwerte dar. Die Umweltministerin schafft damit den Strandschutz von 55 Gebieten vollständig und von 56 teilweise ab. Insgesamt hatten 47 Kommunen für 166 Standorte die Aufhebung beantragt.

Umweltministerin Lea Wermelin (Socialdemokraterne) besuchte heute Køge Marina, wo sie von Bürgermeisterin Marie Stærke (li.) empfangen wurde.

„Insbesondere handelt es sich um eine Vereinbarung aus dem Jahr 2016, in der es viele Beispiele dafür gab, wie bürokratisch schwierig es für die Kommunen war, sich zu entwickeln – auch in Gebieten ohne natürlichen Wert für die Natur, die zwischen einem Küstengebiet und der Stadtentwicklung liegen. Das wird jetzt ermöglicht, damit man die Stadt im Gebiet der Køge Marina jetzt entwickeln kann“, sagte Lea Wermelin.

Neben einer Jugendherberge können sich die Bürger von Køge auf weitere Entwicklungen in der Region freuen. „Wir haben die Möglichkeit, mit Wassersportzentren, Restaurants und anderen Dingen, die sowohl unseren Bürgern als auch unseren Gästen zugute kommen, mehr Leben zu schaffen“, sagt Marie Stærke.

Hafengebiete in Ballungsräumen mit vollständiger Aufhebung des Strandschutzes

  • Køge Marina
  • Mossed Havn in Greve
  • Jyllinge Havn
  • Sletten Havn in Fredensborg
  • Gilleleje Havn
  • Lynæs Havn
  • Hornbæk Havn
  • Sundby Havn

Quelle: Miljøministeriet (Umweltministerium)

Hafengebiete in Ballungsräumen mit teilweiser Aufhebung des Strandschutzes

  • Greve Marina
  • Brøndby Havn und Strandporten
  • Nivå Havn
  • Frederikssund Lystbådehavn (Kalvøen)
  • Frederiksværk Lystbådehavn
  • Helsingør Nordhavn
  • Ishøj Havn
  • Vallensbæk Havn

Quelle: Miljøministeriet (Umweltministerium)

von

Günter Schwarz – 12.12.2019