(København) – Die dänische Teilnahme an einer militärischen Mission in der Straße von Hormus, die vom Iran als Hoheitsgebiet betrachtet wird, kann zu großen Spannungen zwischen der EU und dem Iran führen und eine Aufrechterhaltung des Atomabkommens erschweren.

Der Dozent in Persisch an Københavns Universität und langjähriger Iran-Kenner, Claus Valling Pedersen, ist dieser Meinung. Er prophezeit: „Dies wird Zorn hervorrufen und als Eingriff in die iranischen Angelegenheiten angesehen werden. Der Iran betrachtet die Straße von Hormus als sein Hoheitsgebiet“.

Am Donnerstag hatte Außenminister Jeppe Kofod (Socialdemokraterne) bekannt gegeben, dass die Regierung eine Fregatte, einen Helikopter und 155 Soldaten in die für den Welthandel strategisch wichtige Straße von Hormus entsenden wird.

An dieser Mission in der für den Ölhandel wichtigen Seeverbindung zwischen dem Persischen Golf und dem Indischen Ozean beteiligen sich auch Frankreich und die Niederlande.

von

Günter Schwarz – 13.12.2019